Stalker 2 macht die Apokalypse spürbar – Spaß macht das nicht
Wir haben einen Blick in die Apokalypse aus Stalker 2 geworfen. Und unsere Vorfreude ist ziemlich schnell verblasst. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.
Köln – Seit über 10 Jahren ist Stalker 2 in der Entwicklung und steht bei Fans ganz hoch im Kurs. Der First-Person-Shooter des ukrainischen Entwicklerstudios G.S.C Game World hat bei weitem keine leichte Entstehungsgeschichte. Im Dezember 2023 soll Stalker 2 endlich das Licht der Welt erblicken. Wir sind noch etwas skeptisch.
| Name des Spiels | S.T.A.L.K.E.R. 2 |
| Datum der Erstveröffentlichung (Release) | Anfang 2024 |
| Herausgeber (Publisher) | GSC Game World |
| Serie | S.T.A.L.K.E.R. |
| Entwickler | GSC Game World |
| Plattformen | PC, Xbox Series X/S |
Stalker 2 lässt uns einen Blick in die Apokalypse werfen – Spaß macht das nicht
Stalker 2 sieht nicht gut aus: Zu aller Anfang ist wichtig, dass wir Stalker 2 auf einem frühen Build gespielt haben. Alles, was wir gesehen haben, ist weit vom Release entfernt. Weil die Präsentation sehr kurz war, müssen wir aber einmal über den Look sprechen. Die Optik ist nämlich wirklich nicht schön anzusehen. Überall sind verwaschene Texturen und Pixelmatsch zu sehen.

Das Trefferfeedback ist nicht vorhanden: Vom Gameplay her ist Stalker 2 grundsolide. Das Inventar-Management beim Looten ist etwas fummelig, weil es an Tarkov erinnert. Darüber lässt sich aber hinwegsehen. Das Bewegen durch die Welt fühlt sich flüssig an und macht Spaß. Einzig das Trefferfeedback fehlt völlig. Egal ob mit dem Messer oder der AK, Gegner umzuknüppeln fühlt sich an wie in Skyrim und das ist 2023 nur schwer verständlich.
Darüber hinaus hat sich das Gunplay aber vernünftig angefühlt. Auch die Sounds scheppern gut auf die Ohren und massieren die Trommelfelle. Die Dialoge klangen beim ersten Hören gut vertont. Zur Story können wir leider gar nichts sagen, dafür haben die 30 Minuten einfach nicht ausgereicht. Dagegen gab es bei allen Games der Opening Night Live einiges mehr zu entdecken.
Stalker 2 hat wohl Probleme – die Entwickler können nichts dafür
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Wir müssen bei all der Kritik auch eine Lanze für Stalker 2 brechen. Was wir gesehen haben, funktionierte bis auf wenige Ruckler einwandfrei. Dass der Shooter nicht fertig sein kann, wenn der Ukraine-Krieg tobt, erklärt sich von selbst. Insgesamt spielte sich Stalker 2 auf der Gamescom 2023 eher wie eine Alpha.

Das lässt uns noch etwas hoffen, dass aus dem soliden Grundkonstrukt am Ende tatsächlich der Brecher wird, den sich alle wünschen. Was wir hier gespielt haben, macht bisher nur wenig Spaß, kann es aber auch nicht. Wir begreifen die Demo von Stalker 2 auf der Gamescom 2023 auch eher als ein Lebenszeichen. Quasi eine Meldung des Studios „Hallo, wir sind noch da“.
Ihr wollt auf der Gamescom Streamer treffen?
Wir hätten den Release im Dezember 2023 ohnehin stark angezweifelt, aber inzwischen wurden diese Zweifel bestätigt. Der Release von Stalker 2 wurde auf das erste Quartal 2024 verschoben. Aber wir bleiben optimistisch, dass Stalker 2 mit einer Menge Feinschliff am Ende die Apokalypse spürbar macht, die Spaß macht. Das Potenzial ist definitiv da.

