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Polizei-Alarm durch Cosplay-Waffe – SEK-Einsatz während der Gamescom

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Von: Adrienne Murawski

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In Köln ist zur Gamescom das SEK ausgerückt und hat einen Gamer verhaftet. Der wollte mit täuschend-echt aussehenden Waffen auf die Spielemesse.

Köln – In der Domstadt findet bis zum 28. August eine der größten Spielemessen der Welt statt: die Gamescom 2022. Zur Messe reisen tausende Besucher an, die sich die neuesten Games anschauen und ausprobieren wollen. Seit jeher ist die Gamescom aber auch Treffpunkt für Menschen in Verkleidung: sogenannten Cosplays. Wegen eines besonders realistischen Cosplays wurde nun ein 19-jähriger verhaftet und sorgte für einen SEK-Einsatz.

Name der MesseGamescom
OrtKöln
Erste Ausstellung2009, zuvor als Games Convention in Leipzig
Besucher (2019)373.000
Aussteller1153
Nächster Termin24. August 2022 bis 28. August 2022

Gamescom 2022: Realistische Verkleidung sorgt für SEK-Einsatz

Zu realistisch: Cosplays sind auf der Gamescom gern gesehen und sorgen für jede Menge Aufsehen. Viele verkleiden sich als ihre liebsten Videospiele- und Anime-Charaktere zur Messe und stellen so ihre Fanliebe zur Schau. Auch ein 19-Jähriger wollte am 26. August in Verkleidung auf die Spielemesse in Köln. Doch sein Cosplay sorgte für einen SEK-Einsatz.

In Militärkleidung und mit Waffen-Attrappen ausgerüstet, stand der 19-Jährige an einer Bushaltestelle in Köln-Ossendorf und wollte nach eigenen Aussagen auf die Gamescom in Köln-Deutz fahren. Die Passanten an der Haltestelle hielten die Waffen jedoch für echt und riefen die Polizei. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Sondereinsatzkommando einberufen und rückte aus. In der Zwischenzeit war der Mann in ein Gebäude gegangen, das die Spezialeinsatzkräfte umstellten.

Spezialkräfte des Sondereinsatzkommandos mit Waffen.
SEK-Einsatz zur Gamescom 2022: Gamer wird wegen Waffen-Attrappen verhaftet (Symbolbild) © dpa/Tobias Hase

Gegen 13 Uhr erfolgte dann der Zugriff in die Wohnung, in der sich der 19-Jährige aufhielt. Der Cosplayer wurde überwältigt und dabei leicht am Kopf verletzt. In der Wohnung fanden die Beamten weitere echt aussehende Waffen und Gegenstände für den Militäreinsatz. Dabei handelte es sich, allem Anschein nach, jedoch nur um sehr realistische Attrappen. Mittlerweile ist der 19-Jährige wieder auf freiem Fuß. Der 19-Jährige ist in seinem Kostüm nicht auf die Messe gekommen, dafür gab es zahlreiche andere verrückte Cosplays auf der Gamescom 2022.

Gamescom 2022: Polizei warnt vor realistischen Waffen-Attrappen

Warnung der Polizei: Wie der WDR berichtet, hat die Polizei nach diesem Vorfall vor dem Tragen von realistischen Waffen-Attrappen gewarnt. So teilte Martin Lotz, der Einsatzleiter der Polizei Köln, mit, dass Hinweise auf solcherlei Waffen sehr ernst genommen würden. Die darauffolgenden Einsätze können dabei zu gefährlichen Situationen führen, wie der Vorfall um den 19-Jährigen zeigt.

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Auf der Gamescom gibt es zur Cosplay-Gestaltung einige Regeln. So sind Anscheinswaffen, wie die Attrappen des 19-Jährigen, nur zugelassen, wenn sie als Attrappen zu erkennen sind. Das kann durch farbliche Gestaltung oder die Größe gewährleistet werden. Zudem dürfen die Cosplay-Waffen keine Gefahr für andere darstellen.

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