Wer seinen Gehaltszettel für Januar erhält, wird sich freuen.
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Wer seinen Gehaltszettel für Januar erhält, wird sich freuen.

Gehaltsabrechnung 2020

Darum steht ein neuer Netto-Betrag auf Ihrem Lohnzettel 2020

Wenn Sie Ihren Gehaltszettel für Januar erhalten, sollten Sie besser genau hinschauen. Es kann sein, dass sich Ihr Netto-Betrag verändert hat. Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

In wenigen Wochen ist der Januar schon wieder vorbei und der erste Gehaltszettel für dieses Jahr fällt an. Doch wenn Sie drauf schauen, könnte es sein, dass Sie erst mal schlucken müssen: Das Nettogehalt soll sich bei fast allen Arbeitnehmern positiv verändern. Allerdings liegt das Plus auf dem Lohnzettel nicht an etwaigen allgemeinen Gehaltsanpassungen, stattdessen stecken wie jedes Jahr dahinter einige gesetzliche Änderungen. 

Plus auf dem Gehaltszettel: Gesetzliche Änderungen werden viele Arbeitnehmer freuen

Verantwortlich dafür sollen höhere Steuerfreibeträge sowie ein leicht gesunkener Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sein, dass sich die Höhe der Abgaben vom Bruttogehalt verändert hat. Dennoch werden nicht alle Arbeitnehmer davon profitieren - Grund hierfür ist, dass viele Krankenkassen zum neuen Jahr hin ebenfalls ihre Beiträge angehoben haben. Das wiederum soll sich negativ auf die Höhe des Nettolohns auswirken.

Wie Berechnungen von Datev zeigen, einer Firma für Steuerberatersoftware, wird das Nettogehalt (im Vergleich zu 2019) in den Steuerklassen I (Alleinstehende), II (Alleinerziehende) und III (Verheiratete) mit den Gehaltsstufen bis zu einem Monatsbrutto von 4.500 Euro stetig ansteigen. Wer darüber verdient, für den fällt das Plus geringer aus. Aber: Singles und Alleinerziehende, die monatlich ein Bruttogehalt von 6.500 Euro erzielen, sollen den Berechnungen zufolge sogar am meisten absahnen. Schließlich können sie mit einem Plus von bis zu 274 Euro rechnen.

Video: Bundeshaushalt 2020 steht - Mehr Geld für Arbeit und Soziales

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Nach Steuerklassen: Diese Arbeitnehmer sahnen am meisten ab

Dagegen bekommen verheiratete Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 4.500 Euro in diesem Jahr 235 Euro (kinderlos) bzw. 239 Euro (bei zwei Kindern) mehr Netto heraus. Wer Geringverdiener ist, wird auf seinem Gehaltszettel allerdings nicht viel merken. Beziehen Sie ein Bruttoeinkommen von 1.500 Euro monatlich, sparen Sie sich je nach Steuerklasse nur acht bis 84 Euro im Jahr. Zählen Sie hingegen zu den Spitzenverdienern und bekommen 7.000 Euro brutto aufwärts, liegt die Entlastung ebenfalls nur bei bis zu 99 Euro jährlich.

"Die große Mehrheit der Arbeitnehmer wird von den zahlreichen Steuerrechtsänderungen tatsächlich profitieren", meint auch Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Wenn auch nicht in riesigen Summen, schließt die Datev. "Auch wenn 2020 grundsätzlich alle Arbeitnehmer mehr Netto auf ihr Konto bekommen, fällt die Ersparnis im Vergleich mit den Entlastungen zum vorangegangenen Jahreswechsel deutlich geringer aus."

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jp

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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