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Geschenk vom Arbeitgeber oder Geschäftspartner angenommen? Wann Sie Steuern zahlen müssen

Sie haben ein Geschenk vom Arbeitgeber, Geschäftspartner oder Kunden erhalten? Unter Umständen müssen Sie dafür Steuern zahlen.

Eine Schachtel Pralinen vom Chef zum Geburtstag oder ein Wein vom Geschäftspartner oder Kunden für ein erfolgreiches Projekt: Eine kleine Aufmerksamkeit hat fast jeder Arbeitnehmer schon einmal erhalten. Während die Freude über ein Geschenk immer groß ist, sollten Sie aber auch bedenken, dass auf manche Präsente Steuern anfallen. Ob Sie nachträglich etwas dafür ans Finanzamt abführen müssen, hängt damit zusammen, wie hoch der Wert des Geschenks ist und von wem Sie es erhalten haben.

Für manche Geschenke, die Sie als Arbeitnehmer erhalten, müssen Sie Steuern zahlen.

Geschenk vom Arbeitgeber erhalten? Was Sie aus steuerlicher Sicht beachten müssen

Kleine Aufmerksamkeiten, die einen Wert von 10 Euro nicht übersteigen, sind grundsätzlich steuerfrei, wie der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) informiert. Weitere Sachbezüge – so werden Geschenke vom Arbeitgeber im Steuerrecht bezeichnet – sind bis zu einem Wert von 50 Euro im Monat steuerfrei. Sobald diese Summe übertroffen wird, werden Steuern und Sozialabgaben fällig. Eine Ausnahme besteht aber für besondere Anlässe: So darf Ihr Chef Ihnen zum Geburtstag oder zum Dienstjubiläum ein Geschenk im Wert von maximal 60 Euro machen, ohne dass Steuern darauf anfallen. Dabei darf es sich aber nur um typische Geschenke wie eine Flasche Wein handeln, so die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.

Geschenk vom Geschäftspartner oder Kunden: Wann Steuern zu zahlen sind

Sollten Sie ein Geschenk von einem Geschäftspartner oder Kunden erhalten, das einen Wert von 10 Euro nicht übersteigt, gilt dasselbe wie bei einem Geschenk vom Chef – das Präsent ist steuerfrei. Sobald der Wert darüber liegt, müssen Sie überprüfen, welches Szenario vorliegt. In der Regel unterwerfen Geschäftspartner ihre Geschenke an Geschäftsfreunde nämlich der Pauschalsteuer in Höhe von 30 Prozent (§ 37b EStG), wie haufe.de schreibt. Das heißt, der Schenkende übernimmt die Steuer, sodass der Beschenkte sich darum nicht mehr zu kümmern hat. Darüber muss der Geschäftspartner Sie aber informieren, sodass Sie wiederum Ihrem Arbeitgeber Bescheid geben können.

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Wenn der schenkende Geschäftspartner das Präsent allerdings nicht pauschal versteuert, müssen Sie das ebenfalls Ihrem Arbeitgeber mitteilen. Bei einem Wert unterhalb der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro bleibt das Geschenk steuerfrei – sofern die Grenze bei Ihnen in diesem Monat noch nicht überschritten ist. Andernfalls kann Ihr Arbeitgeber laut der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. das Geschenk bei Ihrer Gehaltsabrechnung ausweisen, sodass Sie die Steuern und Sozialabgaben automatisch zahlen. Wenn aber auch der Arbeitgeber das Geschenk nicht versteuert, müssen Sie es selbstständig in Ihrer Steuererklärung in Anlage N in der Zeile „Steuerpflichtiger Arbeitslohn, von dem kein Steuerabzug vorgenommen worden ist“ eintragen. (fk)

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