Konto bei einer anderen Bank: So klappt der Wechsel
Sie sind nicht mehr glücklich mit den Services Ihres Girokontos? Dann schauen Sie sich nach einem anderen Anbieter um. So klappt der Wechsel.
Viele Geldautomaten, Online-Banking oder Präsenz-Möglichkeiten – die Ansprüche, die Menschen an Ihr Girokonto und damit verbunden auch an Ihre Bank haben, sind unterschiedlich. Daher sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher informieren, welche Bank zu ihnen passt. Kommt man dann zu dem Schluss, dass die bisherige Bank nicht optimal ist, sollte man einen Wechsel in Betracht ziehen. Doch was muss man dabei eigentlich beachten?
Kontowechsel bedeutet Fleißarbeit

Informationen einholen, abwägen und an alles denken – ein Kontowechsel ist mit viel organisatorischem Aufwand verbunden. Daher kann es sein, dass einige Menschen den Wechsel vor sich herschieben. Wenn die Änderung aber unausweichlich ist, sollten Sie einige Punkte auf jeden Fall bedenken.
- Überblick verschaffen: Schauen Sie sich im Idealfall die Kontobewegungen der letzten dreizehn Monate an. Damit haben Sie auch Verbindlichkeiten im Blick, die jährlich anfallen und so drohen Ihnen keine bösen Überraschungen.
- Überlappungszeitraum: Wenn Sie für den Übergang beide Konten aktiv lassen, können Sie sicherstellen, dass Sie keine Gebühren für eine Lastschrift zahlen müssen, die nicht eingezogen werden konnte, informiert das Portal Finanztip.de.
- Accounts: Haben Sie Ihre Bankdaten bei Ihren Accounts hinterlegt, müssen Sie diese händisch ändern. Denken Sie beispielsweise an Ihr Amazon-Konto oder Paypal.
- Fristen: Im Prinzip können Sie das Girokonto jederzeit und ohne lange Fristen wechseln.
Wollen Sie sich absichern, können Sie die Kontowechselhilfe in Anspruch nehmen. Dazu sind die Banken verpflichtet. Allerdings können Kosten für Sie anfallen.
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Konto wechseln mit Wechselservice
Haben Sie sich für eine neue Bank entschieden, bei der Sie Kunde werden möchten, können Sie den Wechsel komplett von dort steuern, informiert die Verbraucherzentrale auf der eigenen Webseite. Sie müssen nur dort ein Konto eröffnen und die Bank ermächtigen, dass diese Ihnen beim Wechsel helfen darf. Folgende Schritte werden dann ablaufen:
1. Schritt: Innerhalb von zwei Geschäftstagen muss die neue Bank Folgendes einfordern:
Eine Liste der bestehenden Daueraufträge und der vorhandenen Informationen zu erteilten Lastschriftmandaten.
Des Weiteren muss eine Liste der verfügbaren Informationen über eingehende Überweisungen und Lastschriften aus den vergangenen dreizehn Monaten angefragt werden.
Anhand dieser Listen wird die neue Bank Daueraufträge einrichten und Lastschriftempfängern die neue Kontoverbindung mitteilen, informiert ZDF.de.
2. Schritt: Was die alte Bank tun muss
Fünf Geschäftstage hat die alte Bank dann Zeit, die geforderten Informationen an die neue Bank und Sie zu schicken, informiert die Verbraucherzentrale.
Ab einem vom Kunden bestimmten Datum werden keine Lastschriften oder eingehenden Überweisungen mehr akzeptiert. Darüber werden die Personen und Unternehmen unter Nennung des Grundes informiert. In dem Zusammenhang werden Daueraufträge ab einem festgesetzten Zeitpunkt nicht mehr durchgeführt.
Das restliche Guthaben wird dann zu dem Zeitpunkt überführt, den Sie als Inhaber angegeben haben.
Der Vorteil, den Sie bei dieser Variante haben, ist, dass Sie keine Befürchtungen haben müssen, sollte etwas bei dem Vorhaben schiefgehen. Entsteht ein Zahlungsverzug, haben Sie sogar einen Schadensersatzanspruch, berichtet ZDF.de. Auch für mögliche Mahngebühren muss die Bank aufkommen. Nehmen Sie den Online-Wechselservice wahr, haben Sie nicht zwangsläufig dieselben Rechte und Pflichten wie beim gesetzlichen Anspruch. In dem Fall übernimmt die Bank keine Haftung.
Was kostet der Kontowechselservice?
Achtung, für den Service zahlen Sie nur dann etwas, wenn dies zwischen Ihnen und der Bank so vereinbart wurde. Dabei darf das Entgelt nur den „tatsächlichen Kosten der Bank entsprechen“, so Finanztip.de. Eine genaue Summe wurde allerdings nicht festgelegt.

