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Weniger Weihnachtsgeld wegen Krankheit: Erlaubt, wenn sie länger andauert

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Von: Jasmin Farah

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Einige Arbeitnehmer freuen sich bereits auf ein Weihnachtsgeld. Doch in manchen Fällen kann es sogar gekürzt werden, etwa bei Krankheit. Das gilt allerdings nur begrenzt.

Das Jahresende rückt in großen Schritten näher, die Weihnachtsfeiertage sind zum Greifen nahe. Viele Beschäftigte freuen sich schon auf die geruhsame Zeit mit Familie und Freunden zwischen den Jahren. Als Bonus obendrauf gibt es in manchen Betrieben Weihnachtsgeld. Dieser wird meistens Ende November oder im Dezember ausbezahlt.

Weniger Weihnachtsgeld wegen Krankheit: Das ist erlaubt

Die Höhe der Summe ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, es spielen diverse Faktoren eine Rolle, zum Beispiel, ob sich der Arbeitgeber im Tarif- oder Arbeitsvertrag dazu verpflichtet hat oder wie lange man bereits dem Betrieb zugehörig ist. Gleichzeitig ist es nicht zulässig, dass etwa nur ein Teil der Belegschaft Weihnachtsgeld erhält. Wie es richtig versteuert wird, erfahren Sie hier.

Ein Kalender, der den Heiligen Abend zeigt, darauf liegen Geldscheine.
Einen direkten Anspruch auf Weihnachtsgeld haben Sie nicht – allerdings kann sich ein Anspruch ergeben. © Ingeborg Knol/Imago

Entscheidet sich also ein Unternehmen dazu, ein 13. Monatsgehalt auszubezahlen, darf es nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz nicht einzelne Mitarbeiter aus der jährlichen Sonderzahlung ausschließen, wenn alle anderen es bekommen. Doch es gibt Ausnahmefälle. Demnach ist es zulässig, Beschäftigten – bei länger andauernder Krankheit – das Weihnachtsgeld zu kürzen.

Das geht aber nur, wenn der Arbeitgeber zuvor Kürzungen für krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit im Vertrag geregelt hat, erklärt Uli Meisinger, Jurist bei der Arbeitskammer des Saarlandes, gegenüber FAZ Online. Eine Kürzung des 13. Monatsgehalts ist erlaubt, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zur Entgeltfortzahlung (bis zu einer Dauer von sechs Wochen), inklusive Krankengeldzuschuss verpflichtet ist. Ab dann kann er die Jahressonderzahlung um 1/12 für jeden vollen Krankheitsmonat kürzen, weiß das Finanzportal haufe.de.

Weniger Weihnachtsgeld wegen Kündigung: nur bei entsprechender Klausel

Bei einer Kündigung sieht das hingegen anders aus. Wer aus der Firma ausscheidet, darf sein Weihnachtsgeld meist auch behalten. Manche Arbeitnehmer haben allerdings Sorge, dass sie es im Kündigungsfall zurückzahlen müssen. Doch das kommt nur infrage, wenn zuvor eine entsprechende wirksame Klausel vereinbart wurde, fügt Experte Meisinger hinzu.

Das bedeutet, dass mit dem Weihnachtsgeld ausschließlich die Betriebszugehörigkeit belohnt wird und nicht die geleistete Arbeit. Hinzu kommt abschließend, dass Arbeitnehmer nur befristet im Arbeitsverhältnis angestellt sind, Bindungsfristen bis zum Ende des zweiten Quartals im darauffolgenden Jahr sind zulässig.

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