Vorräte

Teil-Lockdown, steigende Corona-Zahlen: Gehen die Hamsterkäufe wieder los? – Kaufen Sie nach dieser Checkliste

Die Zahl neuer Corona-Fälle steigt rasant, für November ist ein Teil-Lockdown angeordnet. Manche Menschen beginnen wieder mit Hamsterkäufen. Aber was braucht man wirklich?

  • Das Coronavirus* breitet sich immer noch aus – seit Herbst steigen die Fallzahlen wieder rapide an.
  • Aus Angst vor Engpässen legen sich viele Menschen wieder Lebensmittel-Vorräte an.
  • Was braucht man wirklich, wenn es zu einem Lockdown kommt oder man in Quarantäne muss?

Schon zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr kam es in Deutschland zu Hamsterkäufen. Gerade Nudeln, Klopapier und Mehl waren häufig Mangelware in den Supermarkt-Regalen. Auch wenn dieses Horten von langlebigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln im Nachhinein unnötig war, scheinen einige Menschen nicht dazugelernt zu haben. Die Discounter Aldi Süd und Lidl berichten laut Wirtschaftswoche, dass jetzt wieder vermehrt Klopapier gekauft wird. Die Hamsterkäufer fürchten sich wegen der steigenden Corona-Infektionen vor einem erneuten „Lockdown“ – auch wenn Supermärkte in der Corona-Krise nie geschlossen waren. Aber selbst wenn ein kompletter Lockdown nicht eintritt, kann es durchaus sinnvoll sein, einige Vorräte im Haus zu haben.

Coronavirus – Vorräte einkaufen: Diese Regeln sollten Sie dabei beachten

Hygienemaßnahmen, Sperrstunden in der Gastronomie, verschärfte Regelungen für Treffen mit mehreren Personen – das Coronavirus* ist 2020 das Thema, an dem niemand vorbeikommt. Eine Frage, die sich derzeit viele stellen, ist: Was sollte man im Haus haben, wenn es zu einer häuslichen Quarantäne kommt? Wie kauft man sinnvoll ein, damit man nur selten aus dem Haus muss?

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Hamsterkäufe zeigen, dass viele Menschen vor allem "viel" einkaufen. Dieses planlose Vorgehen bringt die Supermärkte an ihre Grenzen und lässt leere Regale zurück, was wiederum andere Menschen zum Hamstern animiert. Vielerorts wurden im Frühling Hamsterkäufe deshalb schon offiziell verboten und Supermärkte behalfen sich mit der Abgabe von begrenzten Mengen pro Person.

Wenn Sie einkaufen gehen, sollten Sie also die richtige Auswahl treffen. Doch was packt man tatsächlich in den Einkaufwagen? Bei dieser Frage empfiehlt es sich, die allgemeinen Richtlinien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu befolgen:

  • Pro Person und Woche etwa 14 Liter Flüssigkeit, also zwei Liter am Tag.
  • Kaufen Sie haltbare Lebensmittel, die Sie normalerweise auch essen würden.
  • Kaufen Sie bevorzugt Lebensmittel, die ohne Kühlung haltbar sind.
  • Kaufen Sie eventuell benötigte Spezialkost für Allergiker, Babys etc.
  • Denken Sie an Wasser und Futter für eventuelle Haustiere.
  • Beachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • Versehen Sie Lebensmittel, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben, mit dem Einkaufdatum, damit Sie einen Überblick haben.
  • Bewahren Sie Ihre Vorräte kühl, trocken und dunkel auf. Besonders geeignet sind luftdichte Verpackungen.
  • Auch Tiefkühl-Lebensmittel sind geeignet. Fällt der Strom aus, müssen sie allerdings direkt verbraucht und nicht wieder eingefroren werden.
  • Sortieren Sie neu gekaufte Vorräte im Regal nach hinten, damit Sie ältere Lebensmittel immer zuerst verbrauchen.
  • Seien Sie für einen Strom- oder Gasausfall vorbereitet, z. B. mit einem Campingkocher und Gasflasche.

Diese Regeln gelten natürlich nicht nur in Zeiten des Coronavirus*. Es ist generell ratsam, auf einen Ernstfall wie einen längeren Stromausfall vorbereitet zu sein.

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Coronavirus: Checkliste für Ihren Vorratsschrank

LebensmittelgruppeMerkmalepro Person für 10 Tage
Getränke2 Liter Flüssigkeit pro Person/Tagzum Trinken und KochenMineralwasser, Fruchtsäfte, lange lagerfähige Getränke20 Liter
Getreide, Getreideprodukte, Brot*, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kg
Gemüse, HülsenfrüchteDosenware ist vorgekochtgetrocknete Ware muss mit zusätzlichem Wasser eingeweicht und gekocht werdenlagerfähiges Gemüse wählen: Karotten, Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Kürbis, Steckrüben4 kg
Obst, NüsseObst in Dosen oder Gläsernnur lagerfähiges Frischobst (Äpfel, Orangen. Zwetschgen etc.)2,5 kg
Milch, Milchprodukte2,6 kg
Fisch, Fleisch, Eier, bzw. VolleipulverVolleipulver ist mehrere Jahre haltbarfrische Eier sind nur begrenzt lagerfähig, also regelmäßig verbrauchen1,5 kg
Fette, Öle0,357 kg
SonstigesZucker, SüßstoffHonig, MarmeladeSchokoladeJodsalz und andere StandardgewürzeFertiggerichte wie Dosenravioli, FertigsuppenKartoffeltrockenprodukte, wie Kartoffelbrei*MehlInstantbrüheKakaopulverHartkekseSalzstangen

Hier kommen Sie zum Ratgeber für Notfallvorsorge des BBK.

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(ante/mad) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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