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Nach dem Tod der Queen: Ketchup-Hersteller Heinz muss das Logo ändern

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Von: Carina Blumenroth

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Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. ändert sich viel – unter anderem müssen Unternehmen, wie Heinz-Ketchup, das Design des Logos ändern. Was dahinter steckt.

Queen Elizabeth II. ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Aus Prinz Charles wurde offiziell König Charles III. – das ist nur eine Änderung von vielen, die teilweise noch anstehen. Mit dem Ableben der Queen müssen auch Unternehmen, wie beispielsweise Heinz, das Design ändern. Warum das so ist, erfahren Sie im Folgenden.

Tomatenketchup in der Flasche von Heinz.
Das königliche Wappen auf dem Flaschenhals von Heinz-Ketchup muss weichen. © Imago

Nach dem Tod der Queen: Darum müssen Unternehmen ihre Logos ändern

In Monarchien wie beispielsweise dem Vereinigten Königreich hat das Königshaus einen großen Stellenwert. Queen Elizabeth II. hat Land und Leute in den vergangenen 70 Jahren geprägt. Beispielsweise auf Geldscheinen ist ihr Gesicht zu sehen – noch, denn bald prangt auf den Pfund-Scheinen das Gesicht von König Charles III. Aber nicht nur das ist eine Besonderheit. Es gab und gibt auch das System der Hoflieferanten, dem sogenannten „Royal Warrant“. Jedes Unternehmen, das den Zulieferungsbefehl von einem Mitglied der Königsfamilie erhält, darf sich so nennen. Der Titel weist dann auf den besonderen Status hin. Allerdings darf der Titel nur so lange getragen werden, bis die ausstellende Person verstirbt. Dies ist jetzt geschehen. Davon betroffen ist unter anderem das Unternehmen Heinz.

Heinz-Flaschen sehen nach dem Tod der Queen anders aus

Oben am Flaschenhals der berühmten Ketchup-Flasche prangt die Auszeichnung der Queen – das königliche Wappen. Darunter der Satz als Gütesiegel der Queen: „By Appointment to Her Majesty The Queen, Purveyors of Heinz Products“. Insgesamt sind über 800 Unternehmen von den Änderungen betroffen, wie das Portal Walesonline berichtet. Gut zwei Jahre haben die Unternehmen jetzt Zeit, die Änderung vorzunehmen. Wenn die Unternehmen sich weiterhin als „Royal Warrant“ bezeichnen möchten, können sie sich wieder bewerben – der Titel wird dann von König Charles III. vergeben.

Die Royal Holders Assocciation teilt mit, dass Bewerber beweisen müssen, dass sie einen Plan für eine angemessene Nachhaltigkeits- und Umweltpolitik haben. Für die Wiederbewerbung müssen Unternehmen ebenfalls versichern, dass sie in fünf der nächsten sieben Jahre den royalen Haushalt regelmäßig und wiederkehrend beliefern können.

Traditionsunternehmen Heinz hat mit dem Verkauf von „Catsup“ angefangen

Das Unternehmen Heinz gibt es bereits seit über 150 Jahren, gegründet wurde es von Henry J. Heinz. Auf der Unternehmenswebseite wird beschrieben, dass Heinz bereits im Jahr 1869 im Alter von 25 Jahren den Meerrettich seiner Mutter in transparenten Flaschen verkauft hat. Es heißt, er habe die Transparenz der Flasche genutzt, damit er zeigen konnte, dass er gute Qualität verkauft. Dies hat er bei dem berühmten Ketchup beibehalten. Den ersten Heinz-Ketchup hat er dann 1876 in den USA als „Catsup“ verkauft. Nach dem Erfolg in den USA wurde Heinz-Ketchup dann auch in Großbritannien eingeführt. Mit großem Erfolg – Heinz hat sich zur einer Traditionsmarke entwickelt. Ob sich das Unternehmen Heinz wieder als „Royal Warrant“ bewerben will, ist noch nicht bekannt. Übrigens: Wenn Sie einen Trick suchen, wie Sie Ketchup wohldosiert aus der Glasflasche portionieren, dann lesen Sie am besten hier nach.

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