Hilfe bei Pollenallergie: Tipps, um Beschwerden durch Birke und Gräser zu lindern
Die Birke führt bei den meisten der Heuschnupfen-Geplagten zu Beschwerden, gefolgt von den Frühblühern Hasel und Erle. Was hilft, die Pollenzeit erträglicher zu machen.
„Zum Glück soll es morgen regnen, dann werden die Pollen einfach weggespült.“ Die Annahme, dass mit Regenwetter die Symptome der Pollenallergie weniger zum Tragen kommen, ist leider ein Trugschluss – tatsächlich kann der Heuschnupfen dadurch noch verstärkt werden. Denn während es regnet, ist die Pollenbelastung höher, insbesondere Starkregen und Gewitter tragen zu einer Verschlechterung der Beschwerden für Allergiker bei. Heuschnupfen-Geplagte können sich aber dank Tipps und Tricks die Pollenzeit etwas erträglich machen.
Pollenallergie: Wann sind die Beschwerden am stärksten?

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen entwickeln im Laufe ihres Lebens mindestens eine allergische Erkrankung, so das Robert Koch-Institut (RKI). Eine davon ist die Pollenallergie, ausgelöst beispielsweise durch den blühenden Haselstrauch oder den feinen, weiß-gelben Staub der Birke.
Die Menge und Konzentration von Pollen sowie allergenen Substanzen können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren wie Temperatur, Wetter, Wind und Luftschadstoffen ab. Stickoxide und Ozon können die Pollenmenge erhöhen und ihre Auswirkungen verstärken. Normalerweise setzen Bäume ihre Pollen verstärkt am Morgen und Mittag frei. Jedoch variiert die Pollenkonzentration je nach Standort: In ländlichen Gegenden ist sie morgens und mittags höher, während sie in städtischen Gebieten abends zunimmt, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) erklärt. Dementsprechend können die Beschwerden bei Betroffenen in den Morgen- oder Abendstunden am stärksten ausfallen. Außerhalb von Städten sollten Räume daher eher abends und innerhalb der Stadt besser morgens gelüftet werden.
Allergie gegen Pollen: Was kann Symptome lindern?
Es ist praktisch unmöglich, sich vollständig vor Pollen zu schützen, da sie durch den Wind, Kleidung und Haare auch in die eigenen vier Wände gelangen können. Dennoch gibt es nützliche Tipps und Tricks, um die Symptome während der Pollensaison bestmöglich zu reduzieren:
- Bewahren Sie die Kleidung, die Sie tagsüber und draußen getragen haben, außerhalb des Schlafzimmers auf. Wechseln Sie Ihre getragene Kleidung bestenfalls auch nicht im Schlafzimmer.
- Waschen Sie in der Hochsaison der Pollen nahezu täglich Ihre Haare gründlich mit Wasser ab oder wischen Sie sie mit einem feuchten Waschlappen gut durch, um Pollen zu entfernen.
- Verwenden Sie Staubsauger mit HEPA-Filtersystem, um Feinstaub und allergene Partikel zu reduzieren.
- An Tagen mit starkem Pollenflug können Corona-Masken und große Sonnenbrillen den Kontakt mit den Allergenen und somit Symptome minimieren.
- Beim Autofahren sollten Sie die Fenster möglichst geschlossen halten.
- Wechseln Sie den Pollenfilter der Auto-Lüftungsanlage mindestens einmal jährlich.
- Installieren Sie Pollenschutzgitter an Ihren Fenstern zu Hause.
- Nutzen Sie Luftreinigungsgeräte, um Pollen-Allergene aus der Luft zu filtern.
- Spülen Sie Ihre Nase tagsüber und abends mit isotonischer Salzlösung, um die Schleimhäute zu reinigen und das Atmen zu erleichtern.
- Tragen Sie an Tagen, an denen eine hohe Pollenkonzentration herrscht, in der Früh und nachts vor dem Schlafengehen etwas Vaseline an die Nasenlöcher auf, um das Eindringen der Pollen zu erschweren.
- Antiallergische Medikamente wie Tabletten, Nasensprays und Augentropfen können Symptome zusätzlich lindern.
Beschwerden und Symptome, die eine Pollenallergie mit sich bringt
Symptome durch Pollen und Gräser können sich nahezu über das ganze Jahr erstrecken. Besonders die Frühblüher wie Baum-Hasel, Erle, Pappel sowie Esche können schon mit Beginn des Kalenderjahres die bekannten Symptome auslösen, beispielsweise erschwerte Atmung durch die Nase aufgrund geschwollener Nasenschleimhaut, juckende Nase, Fließschnupfen, juckende und geschwollene Augen sowie brennende und tränende Augen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
