Wer sein Brot einfriert, beugt Entzündungen im Darm vor

Wenn Sie unter Darmproblemen leiden oder Diabetiker sind, sollten Sie stärkehaltige Lebensmittel nach dem Kochen nicht sofort essen. Abgekühlt zeigen sich besonders positive Effekte.
Kartoffeln, Reis und Nudeln zählen zu den beliebtesten Lebensmitteln der Deutschen. Reich an Stärke halten sie lange satt – gerade auch für Menschen sinnvoll, die durch Abnehmen auf ihre Ernährung achten. Um dem Darm etwas Gutes zu tun und beispielsweise Verstopfung vorzubeugen, sollten Sie gekochtes Essen ruhig abkühlen lassen. Dadurch entsteht resistente Stärke, ein wertvoller Ballaststoff, der den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lässt und somit die Insulinempfindlichkeit verbessert. Eine Ärztin geht noch weiter und empfiehlt dafür auf TikTok, Brot einzufrieren.
Wie Stärke in Lebensmitteln zu resistenter Stärke wird
Das heißt aber nicht, dass Sie die Lebensmittel nun kalt verzehren müssen – die resistente Stärke entsteht zwar durch Abkühlen der gekochten Nahrungsmittel, geht aber durch ein erneutes Erhitzen nicht verloren. Wichtig ist, dass Sie Kartoffeln, Reis oder Nudeln nach dem Kochen circa zwölf bis 24 Stunden kühl lagern, so NDR Gesundheit. Dadurch kann aus der Stärke eine resistente Form werden, die positiven Einfluss auf die Darmflora hat. Auch die Medizinerin Dr. Luisa Werner greift diesen gesundheitlichen Aspekt anhand von Brot im Video auf:
Die User reagieren positiv auf diesen cleveren Ernährungstipp – viele erklären, ihr Brot ohnehin einzufrieren, um es haltbar zu machen, und freuen sich über den zusätzlichen positiven Effekt:
„Ich friere immer Brot ein, weil es dann länger hält! Das ist natürlich noch ein Plus dazu.“
„Dazu passend kalte Kartoffeln vom Vortag – also die gekochten.“
„Bin Diabetiker, dann mache ich ja alles richtig!“
Gesunder Darm durch resistente Stärke
Was macht resistente Stärke nun so besonders? Dieser Ballaststoff passiert den Dünndarm unverdaut und erreicht den Dickdarm, wo er als Nahrung für die guten Darmbakterien dient. Dort wird die resistente Stärke von Milchsäurebakterien zersetzt, wodurch die Fettsäure Butyrat, auch bekannt als Buttersäure, entsteht. Buttersäure kann beispielsweise die Darmschleimhaut vor Entzündungen schützen und die Abwehrkräfte des Darms stärken sowie möglichen Erkrankungen vorbeugen, wie das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung informiert.
Resistente Stärke: In welchen Lebensmitteln ist der Ballaststoff enthalten?
Nach Angaben der DAK sollte der durchschnittliche Konsum von resistenter Stärke – als Teil der täglichen Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm – bei mindestens vier Gramm pro Tag liegen.
Lebenmittel mit resistenter Stärke sind:
- 100 Gramm Hülsenfrüchte (gegart), beispielsweise weiße Bohnen: circa zehn Gramm resistente Stärke
- Eine wenig reife Banane: 4,7 Gramm resistente Stärke
- Eine halbe Tasse Vollkornhaferflocken: 4,6 Gramm resistente Stärke
- Eine Kartoffel (gekocht und abgekühlt): 3,2 Gramm resistente Stärke
- 100 Gramm geschälter Reis (gekocht und abgekühlt): 3,1 Gramm resistente Stärke
- 70 Gramm Cornflakes: drei Gramm resistente Stärke
- 100 Gramm Bratkartoffeln: 2,8 Gramm resistente Stärke
- Eine Tasse Vollkorn-Pasta (gekocht und abgekühlt): zwei Gramm resistente Stärke
- 100 Gramm Möhren: 1,6 Gramm resistente Stärke
- Eine Scheibe Vollkornbrot: ein Gramm resistente Stärke
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
