Parkinson: Frühe Anzeichen oft übersehen

Parkinson ist oft schwer zu erkennen und kann verschiedene Symptome haben. Frühwarnzeichen wie Veränderungen in der Feinmotorik oder Schlafstörungen werden häufig übersehen. Ein Besuch bei einem Parkinson-Spezialisten könnte vielen Patienten eine Odyssee von Arzt zu Arzt ersparen.
Parkinson-Patienten erleiden oft eine Odyssee von Arzt zu Arzt, weil die Krankheit sich anfangs in völlig unterschiedlichen Symptomen zeigt. Vielen Betroffenen wäre diese langwierige und anstrengende Suche nach der Ursache ihrer Beschwerden erspart geblieben, wenn sie früher zu einem Parkinson-Spezialisten gegangen wären.
Frühe Anzeichen von Parkinson
Eine Parkinson-Krankheit zeigt sich oftmals zuerst durch Störungen bei der Feinmotorik, etwa durch Veränderungen bei der Handschrift, erklärt der Neurologe PD Dr. Thomas Köglsperger. Frühwarnzeichen, die sich oft schon Jahre vorher zeigen, gibt es einige. Diese können auf Parkinson hindeuten, aber auch ganz andere Ursachen haben. Zu den frühen Anzeichen von Parkinson gehören zum Beispiel Schlafstörungen. „Charakteristisch sind zum Beispiel sehr lebhafte Träume, bei denen sich der Trauminhalt in Bewegung umsetzt“, erklärt Köglsperger. Denn das sollte ja eigentlich nicht passieren, dass jemand, der im Traum vor Löwen flüchtet, im Schlaf heftig strampelt und sich so an Raubtiere verraten würde.
Weitere Frühwarnzeichen können ein gestörter Geruchssinn sein, zudem Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Beschwerden im Nacken- oder Schulterbereich, die auf eine Muskelsteifheit hindeuten können. Ebenso zählen Abgeschlagenheit, Müdigkeit, innere Unruhe und depressive Verstimmungen zu den ersten Anzeichen. Weiterhin kann es zu Veränderungen beim Mitschwingen der Arme beim Gehen kommen. Auch das Zittern, eines der klassischen Parkinson-Symptome, tritt manchmal schon sehr früh auf.
Die klassischen Symptome von Parkinson
Weitere klassische Symptome sind Bewegungsstörungen, zum Beispiel Steifheit der Muskeln, verlangsamte Bewegungen, etwa Einschränkungen der Mimik, verringertes Schwingen eines Armes beim Gehen, verkleinerte Handschrift, leisere Sprache und Gang- oder Haltungsstörungen. Außerdem können bei Parkinson folgende Symptome auftreten: Das sogenannte Freezing, also das „Einfrieren“ von Bewegungen, Sprachschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Störungen der vegetativen Funktionen wie etwa des Blutdrucks oder der Verdauung und Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
