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Wie Sie einen diabetischen Fuß erkennen – rasche Behandlung ist wichtig

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Ein diabetischer Fuß betrifft bis zu 30 Prozent aller Diabetiker. Bestimmte Maßnahmen können helfen, Entzündungen und schweren Schäden vorzubeugen.

Bleibt eine Diabetes-Erkrankung länger unentdeckt oder sind die Blutzuckerwerte schlecht eingestellt, kann es zu chronischen Nervenschädigungen und mangelhafter Durchblutung im Fuß kommen. Die Folge kann dann ein sogenanntes Diabetisches Fußsyndrom sein. Charakteristisch sind unter anderem offene Wunden, die nicht verheilen. Eine rechtzeitige Behandlung ist wichtig, um das Voranschreiten der Erkrankung aufzuhalten und bleibende Schäden am Fuß zu verhindern.

Unbehandelter Diabetes kann neben dem diabetischen Fußsyndrom auch zu dauerhaften Schäden an Augen, Nieren und Nerven führen. Zudem haben Diabetiker ein dreifach erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eine professionelle medizinische Betreuung bei Diabetes mellitus Typ 2 und den Vorstufen (Prä-Diabetes) ist unerlässlich, um Folgeerkrankungen zu verhindern, so die AOK.

Diabetes: Wunden frühzeitig erkennen

Fuß mit Verband
Wunden, die durch Diabetes am Fuß entstehen können, sollten so schnell wie möglich behandelt werden, um schwere Folgen wie eine Amputation zu vermeiden. © ninun/Imago

Aufgrund der hohen Zuckerkonzentrationen im Blut und den daraus resultierenden Schäden an Nerven sowie Durchblutungsstörungen können Wunden an den Füßen entstehen. Durch die geschädigten Nerven verspüren Betroffene dann häufig weniger Schmerzen, wodurch sie die Verletzung über längere Zeit nicht wahrnehmen. In der Folge kann eine chronische Entzündung entstehen. Vorsicht ist bei zusätzlichen Infektionen wie Fußpilz geboten.

Achten Sie auf erste Anzeichen und typische Symptome eins diabetischen Fuß!

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Um zu vermeiden, dass sich die Entzündung ausbreitet, ist es wichtig, die Wunden früh zu erkennen und behandeln zu lassen. Achten Sie auf erste Anzeichen, die zu einem diabetischen Fuß führen können, wie häufig trockene Füße und vermehrte Hornhaut. Daraus können kleine Risse und Wunden entstehen, die sich verschlimmern und unbehandelt möglicherweise nicht mehr abheilen, wodurch Fußgewebe unwiederbringlich geschädigt werden kann. Die Folge sind dann nicht selten (Teil-)Amputationen der betroffenen Stellen. 60 Prozent aller Fußamputationen in Deutschland betreffen Menschen mit Diabetes.

Diabetischer Fuß: Wunde umgehend behandeln lassen

Bemerken Sie eine sich nicht bessernde Wunde am Fuß, sollten Sie diese schnellstmöglich untersuchen lassen. Ist das Gewebe bereits stark entzündet, ist eine zusätzliche Behandlung mit Antibiotikum sinnvoll. In manchen Fällen muss in diesem Stadium bereits Haut oder Gewebe abgetragen beziehungsweise transplantiert werden.

Ein diabetischer Fuß sollte in jedem Fall von einem Facharzt oder in einer Spezialklinik behandelt werden. Das Klinikum Frankfurt beispielsweise wurde von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) mit dem Qualitätszertifikat für Fußbehandlung bei Diabetes ausgezeichnet. „Wichtig ist, dass bereits kleinste Wunden schnell bemerkt werden. Nur dann können Verschlimmerungen vermieden, optimal behandelt und der Fuß in den meisten Fällen erhalten werden“, erklärt Dr. med. Henning Samwer, kommissarischer Chefarzt der Klinik für Angiologie und Diabetologie am Klinikum Frankfurt in einer Pressemitteilung.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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