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Bewegungsmangel: Viele Menschen sind laut WHO zu faul – wie die Deutschen dabei abschneiden

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Ein etwas übergewichtiger junger Mann vor einem Bauzaun, Bayern, Deutschland, Europa
Bewegungsmangel kann zu Übergewicht und schweren Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes oder Krebs führen. © imageBROKER/Manfred Bail/IMAGO

Wer sich zu wenig bewegt, erhöht das Risiko für schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Krebs. Die WHO warnt vor einem zunehmendem Bewegungsmangel.

Zu einem gesunden Lebensstil gehört nicht nur die richtige Ernährungsweise sowie ausreichend und gesunder Schlaf: Auch die Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Diese kommt allerdings bei vielen Menschen zu kurz, wie die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen. Die Organisation der Vereinten Nationen ist besorgt über den weltweiten Trend zur Faulheit.

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Bewegungsmangel: WHO zeigt sich besorgt über steigende Anzahl an Bewegungsmuffeln weltweit

Die Ergebnisse der WHO-Studie, die im Fachmagazin The Lancet Global Health Journal erschienen ist, besagen, dass etwa 1,8 Milliarden Menschen sich nicht genug bewegen. Diese Zahl entspricht etwa einem Drittel aller Erwachsenen weltweit. Dabei konnten die Wissenschaftler einen allgemeinen Trend zur Faulheit ausmachen. So habe der Anteil der inaktiven Erwachsenen zwischen 2010 und 2022 bereits um fünf Prozentpunkt zugenommen. Prognosen zufolge könnte die Anzahl inaktiver „Bewegungsmuffel“ von derzeit 31 Prozent auf 35 Prozent im Jahr 2030 außerdem weiter ansteigen, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen.

Ein deutlicher – und besorgniserregender – Unterschied zeigte sich zudem zwischen den Geschlechtern und dem Alter. Demnach seien Frauen (34 Prozent) im Gegensatz zu Männern (29 Prozent) häufiger inaktiv. Außerdem unterscheide sich die Inaktivitätsrate auch zwischen den Altersgruppen. So seien Menschen über 60 Jahre weniger aktiv als jüngere Erwachsene. Deutschland schneidet allerdings im globalen Vergleich sehr gut ab. Es gehört zu den Ländern, die etwas dafür tun, die Bürger in Schwung zu bringen und zur Bewegung zu motivieren. Nur zwölf Prozent der Deutschen seien nicht ausreichend aktiv. Zudem werde das globale Ziel, die Inaktivität bis 2030 um 15 Prozent zu senken, vermutlich erreicht.

Zu wenig Bewegung erhöht Krankheitsrisiko

Bewegungsmangel kann erhebliche Folgen für die Gesundheit haben, warnt die WHO indessen. Wer sich nicht genügend bewegt, hat demzufolge ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt, Demenz, Typ-2-Diabetes und Krebs. Die Organisation empfiehlt deshalb 150 Minuten Ausdaueraktivität pro Woche bei moderater Intensität, um den Puls hochzubringen, zum Beispiel durch forsches Gehen, oder wöchentlich 75 Minuten sportliche Tätigkeiten mit hoher Intensität wie etwa Joggen, Fußball spielen, Klettern oder Tanzen, bei denen man aus der Puste kommt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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