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Haferflocken im Öko-Test: Glyphosat und Schimmelpilzgifte in mehreren Marken gefunden

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Von: Juliane Gutmann

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Haferflocken gelten als gesundes Getreide. Sie stecken voller wertvoller Nährstoffe. Doch nicht jedes Produkt kann laut Öko-Test empfohlen werden.

Ihr morgendliches Frühstück beinhaltet Haferflocken? Damit zählen Sie zur großen Gruppe der Müsli-Frühstücker. An sich ist diese Wahl eine gute, denn Haferflocken enthalten wichtige Nährstoffe. „Hafer – den meisten vermutlich bekannt als Haferflocken – enthalten Kalzium, Eisen und B-Vitamine sowie Vitamin E. Auch Ballaststoffe sind in Hafer enthalten, besonders die Beta-Glucane sind hier hervorzuheben. Haferflocken können gut in die tägliche Ernährung mit eingebaut werden – im Müsli oder Porridge, im Brot verbacken, im Grünkohl als Bindemittel“, zitiert die hkk Krankenkasse Sonja Pannenbecker als Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bremen.

Doch wie jedes natürlich geerntete Nahrungsmittel kann auch Hafer Schadstoffe aus der Umwelt enthalten. Das deutsche Verbrauchermagazin Öko-Test prüft regelmäßig Lebensmittel auf potenziell gesundheitsgefährdende Substanzen – und wurde bei Haferflocken fündig.

Frau sitzt auf dem Teppich und isst eine Schale Müsli
Haferflocken im Müsli sind gesund? Jein, es kommt auf die Qualität der Flocken an. © Mario Martinez/Imago

Öko-Test: Schimmelpilzgifte in Haferflocken gefunden

Im Öko-Test Jahrbuch für 2023 wurden mehr als 650 Produkte auf Giftstoffe hin geprüft, auch Haferflocken. Von 29 geprüften Produkten waren viele empfehlenswert – doch in mehreren wurden das Spritzgift Glyphosat und auch Schimmelpilzgifte gefunden, so das Fazit der Öko-Tester.

Schimmelpilze greifen die Zellen an und können das Immunsystem schwächen. T-2- und HT-2-Toxine zählen zu den Giften von Pilzen, die den Hafer schon auf dem Feld befallen. „In einigen Haferflocken wurden Gehalte der Gifte nachgewiesen, die wir als ‚stark erhöht‘ bewerten“, heißt es vonseiten Öko-Test. Die am stärksten belasteten getesteten Haferflocken-Produkte solle man besser nicht täglich essen, so die Warnung.

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Haferflocken mit Glyphosat belastet

Auch die Glyphosat-Grenzwerte wurden in manchen Produkten überschritten. Das Spritzgift wird als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, weshalb derzeit eine Neubewertung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs auf EU-Ebene erfolgt, so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Folgende vier Haferflocken-Produkte fielen im Öko-Test mit der Bewertung „ungenügend“ durch:

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