Gesund bleiben

Diesen Fehler machen die meisten bei der Ernährung - und schwächen damit ihr Immunsystem

Gesunde Ernährung, intakte körpereigene Abwehr: Deutsche Forscher untersuchten nun die Wirkung eines beliebten Gewürzes auf das Immunsystem - mit überraschendem Ergebnis.

  • Nicht nur eine ausgewogene Ernährung, auch Bewegung, ausreichend Schlaf und Erholungsphasen tragen dazu bei, dass unser Immunsystem intakt bleibt*.
  • Tierische Fette und Zucker sollten in Maßen konsumiert werden und auch zu viel Salz soll diverse Krankheiten wie Bluthochdruck fördern.
  • Wissenschaftler aus Bonn untersuchten die Auswirkungen von zu viel Kochsalz auf das Abwehrsystem - und ziehen eine logische Schlussfolgerung.

Der, der bereits nachsalzt, bevor er gekostet hat: Kennen Sie so jemanden auch? Es ist Geschmackssache, wie viel Salz eine Speise verträgt. Doch es gibt Hinweise darauf, dass zu viel Kochsalz dem Körper schadet. So ist bereits seit langem bewiesen, dass Menschen mit Bluthochdruck oder Diabetes nicht zu viel Salz essen sollten. Ein gesunder Erwachsener braucht nur rund sechs Gramm Salz pro Tag, um sich mit den lebenswichtigen Spurenelementen Natrium und Chlorid zu versorgen - das entspricht einem gestrichenen Teelöffel.

Wer häufig zu Fertiggerichten wie Tiefkühlpizza oder Fast Food greift, wird diesen Richtwert häufig überschreiten. Deutsche Forscher haben nun in einer Studie analysiert, was ein zu hoher Salzkonsum mit unserem Körper macht.

Zu viel Salz schwächt Immunantwort - Bakterien können sich schneller vermehren

In einer im Fachblatt Science Translational Medicine veröffentlichten Studie kommen Mediziner aus Bonn zu dem Ergebnis, dass eine salzreiche Kost die Immunabwehr bei bakteriellen Infektionen schwächt - Bakterien wie E. coli oder Listerien haben leichteres Spiel. Das leiten Christian Kurts und sein Team aus Untersuchungen am Menschen und an Mäusen ab. So hatten sich Erreger von Harnwegsinfektionen* und andere Bakterien in Mäusen schneller vermehrt, wenn deren Futter verhältnismäßig viel Kochsalz zugesetzt war. Auch bei Menschen, die eine Woche lang viel Salz zu sich genommen hatten, veränderte sich die Immunantwort: Im Labortest zeigte sich, dass die Immunzellen weniger stark gegen die Bakterien reagierten.

"Wir konnten erstmals zeigen, dass übermäßiger Salzkonsum einen wichtigen Teil des Immunsystems schwächt", zitiert das Portal Wissenschaft-aktuell Christian Kurts vom Universitätsklinikum Bonn. Bisher war die Annahme gewesen, dass zu viel Salz entzündungsfördernde Wirkung hat, was krankhafte Immunreaktionen und Autoimmunerkrankungen begünstigt.

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Nicht mehr als sechs Gramm Salz täglich

Im Mäuseversuch konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass zu viel Salz im Futter die Aktivität bestimmter Zellen des angeborenen Immunsystems, so genannte neutrophile Granulozyten, schwächte. Diese Zellen sind darauf ausgerichtet, Bakterien im Körper unschädlich zu machen. Infolge konnten sich etwa typische Darmbakterien wie E. coli schneller in den Tieren vermehren. Dasselbe Bild zeichnete sich beim Menschen ab: Zehn gesunde Testpersonen nahmen eine Woche lang das Doppelte der empfohlenen Tagesdosis Salz zu sich - etwa zwölf Gramm. Auch im menschlichen Blut konnte dabei eine verringerte Aktivität der Granulozyten im Kampf gegen E. coli-Bakterien beobachtet werden. Allerdings müssten die Forschungsergebnisse den Studienleitern zufolge nun in Studien mit Patienten geprüft werden. Es deutet aber aktuell vieles darauf hin, dass man die tägliche empfohlene Höchstmenge von sechs Gramm Salz nicht überschreiten sollte.

Mehr Quellen: www.diabetesde.org

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jg

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