Kribbeln am Körper: Fünf Krankheiten, die dahinter stecken können

Wenn Kribbeln und Taubheitsgefühle am Körper auftreten, sollte man Ursachenforschung betreiben. Verschiedene Erkrankungen könnten Auslöser sein.
Kribbeln und Taubheitsgefühle sind weit verbreitete Beschwerden. Wenn diese Missempfindungen ohne erkennbaren Grund auftreten und nicht von alleine verschwinden, können ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken. Hier erfahren Sie, welche fünf Krankheiten häufig zu Kribbeln führen und was Betroffene beachten sollten.
1. Polyneuropathie
Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, die sich weit entfernt von Gehirn und Rückenmark befinden, und kann verschiedene Ursachen haben. Diabetes, starker Alkoholkonsum und Vitamin-B12-Mangel sind typische Auslöser. Diese Krankheit äußert sich oft durch Ameisenlaufen, Kribbeln sowie Taubheitsgefühle in Händen und Füßen.
2. Restless-Legs-Syndrom (RLS)
Das Restless-Legs-Syndrom, auch als Syndrom der unruhigen Beine bekannt, verursacht unangenehme Missempfindungen in den Beinen. Die Symptome wie Kribbeln treten hauptsächlich abends und nachts auf und bessern sich durch Bewegung. Typisch sind schmerzhaftes Kribbeln, Ziehen und Brennen. Betroffene verspüren oft den Drang, die Beine zu bewegen. Linderung erfahren Patienten meist vorübergehend beim Umhergehen.
3. Karpaltunnelsyndrom
Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch die Einengung des Handmittelnervs im Karpaltunnel, einem engen Durchgang im Handgelenk. Dies führt zu Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Fingerspitzen, außer im kleinen Finger. Bisweilen sind auch Innenhand und Unterarm betroffen. Besonders nachts wachen Patienten oft mit „eingeschlafener“ Hand auf.
4. Vitamin-B12-Mangel
Ein Mangel an Vitamin B12 (Cobalamin) kann ebenfalls Kribbeln und Taubheitsgefühle verursachen. Besonders Hände und Füße sind betroffen. Neben Kribbeln können auch Symptome wie Blutarmut und Gangstörungen auftreten.
5. Raynaud-Syndrom
Das Raynaud-Syndrom führt zu schmerzhaften Gefäßkrämpfen und anfallsartigen Durchblutungsstörungen in den Fingern, selten auch in den Füßen. Diese Krämpfe verursachen eine vorübergehende Mangeldurchblutung, die sich durch blasse und später blau verfärbte Finger äußert. Sobald sich der Gefäßkrampf löst, werden die Finger rot und das Kribbeln lässt nach.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
