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Verständigung mit Demenz-Patienten: Zehn Tipps, wie Sie kommunizieren

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Ältere Frau
Demenzkranke leben zunehmend in ihrer eigenen Welt – das macht eine normale Konversation mit ihnen schwierig. © Zoonar.com/Kasper Ravlo/IMAGO

Demenz ist eine Herausforderung, sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Erfahren Sie, wie Sie die Kommunikation verbessern.

Demenzpatienten leben zunehmend in einer eigenen Realität, in der sie die Gegenwart nicht mehr von der Vergangenheit trennen können. Es gibt eine Vielzahl von Risikofaktoren für Demenzerkrankungen wie Alzheimer, darunter beispielsweise Übergewicht. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet Ratschläge für eine effektivere Kommunikation mit Demenzkranken.

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Effektive Kommunikation mit Demenzkranken

Die Herausforderungen, die bei der Interaktion mit einem Patienten auftreten können, sind so einzigartig wie die Person selbst. Wenn man einige Aspekte berücksichtigt, kann die Kommunikation mit den Patienten erleichtert werden. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. „Essen ist fertig.“ Nutzen Sie klare und prägnante Sätze.
  2. Ironie sollte vollständig vermieden werden.
  3. Wichtige Informationen sollten wiederholt werden, idealerweise mit der gleichen Formulierung, um sie zu verinnerlichen.
  4. Mimik und Gestik können das Verständnis unterstützen.
  5. Augenkontakt halten. Dies vermittelt Sicherheit und zeigt dem Gegenüber, dass Sie mit ihm sprechen.
  6. Achten Sie auf die mitkommenden Emotionen.
  7. Lassen Sie Ihrem Gesprächspartner Zeit zum Antworten.
  8. Stellen Sie einfache Fragen, die beispielsweise mit Ja oder Nein beantwortet werden können.
  9. Klare Antwortoptionen sind besser als offene Fragen: „Möchtest du Orangensaft oder Apfelsaft trinken?“, ist verständlicher als „Welchen Saft möchtest du trinken?“
  10. Vermeiden Sie Tadel und Kritik.

Unterstützung durch Bilder bei Demenz

Obwohl eine normale Konversation im Verlauf der Krankheit immer schwieriger wird, sollten Sie versuchen, im Dialog zu bleiben. Augen- und Körperkontakt können dabei hilfreich sein. Essen Sie zusammen, zum Beispiel Nahrungsmittel, die gut für das Gehirn sind. Oder machen Sie gemeinsame Spaziergänge und trinken Sie danach einen Kaffee: Auf diese Weise können Sie selbst einer Demenzerkrankung wie Alzheimer vorbeugen. Patienten können sich oft nicht mehr an Namen erinnern, aber Gesichter bleiben ihnen länger im Gedächtnis. Bringen Sie daher bei einem Besuch Bilder mit oder schauen Sie gemeinsam Videos an.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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