PMS

Blähungen, Krämpfe, Kopfschmerzen – aber nicht krank? Was hinter konfusen Beschwerden stecken kann

Der Zyklus wirkt sich bei jeder Frau anders aus – bei manchen geht er mit unterschiedlichen Problemen einher. Hinter Zyklusbeschwerden kann das Prämenstruelle Syndrom (PMS) stecken.

  • Manche Frauen spüren den Eisprung kaum, andere haben enorme Schmerzen: Je nach Zyklusphase kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen – dazu zählen auch Verdauungsprobleme*, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen.
  • Sind die körperlichen und emotionalen Beschwerden sehr heftig, sprechen Mediziner vom Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Wie viele Frauen betroffen sind, ist nicht bekannt. Doch Schätzungen zufolge soll mindestens jede zweite Frau psychische oder körperliche Symptome in der zweiten Zyklushälfte haben, die denen einer PMS entsprechen, wie die Gelbe Liste Pharmindex als Arzneimittelverzeichnis für Deutschland informiert.
  • Erfahren Sie hier, welche Symptome typisch sind für das PMS.

Viele Frauen tun ihre Beschwerden während der verschiedenen Zyklusphasen – Menstruationsphase, Proliferationsphase, Luteal-oder Gelbkörperphase und ischämische Phase – als normal ab. Doch wenn die Beschwerden überhand nehmen und den Alltag beeinträchtigen, sollte ein/e Frauenarzt/-ärztin konsultiert werden. Denn Zyklusbeschwerden können auf Krankheiten wie Endometriose hindeuten – oder das Prämenstruelle Syndrom (PMS).

Wiederkehrende, zyklusabhängige körperliche und psychische Symptome sprechen für das PMS, der Leidensdruck vieler Patientinnen ist groß. Vor allem wenn Betroffene an der Extremform des PMS leiden: der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Stark ausgeprägte Beschwerden schränken hier den Alltag immens ein und beeinträchtigen die psychische Gesundheit. PMS ist kein seltenes Phänomen. So informiert der Gelbe Liste Pharmaindex, dass vier bis 20 Prozent aller Frauen unter klinisch relevanten prämenstruellen Beschwerden leiden. Die genaue Ursache des PMS ist noch nicht bekannt, allerdings diskutieren Fachärzte hormonelle Störungen und Veranlagung als mögliche Auslöser.

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Prämenstruelles Syndrom erkennen – die Symptome von PMS

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die im Rahmen des PMS auftreten können. Einige Frauen beobachten spezifische körperliche und psychische Beschwerden abhängig von der jeweiligen Zyklusphase, wobei die Beschwerden mit dem Einsetzen der Menstruation häufig abklingen. Folgende Symptome können auf das PMS hinweisen:

  • Kopf- und Rückenschmerzen, Migräne
  • Unterbauchschmerzen, Bauchschmerzen
  • Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Blähungen
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Brustschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Angstzustände, erhöhte Impulsivität, sozialer Rückzug, innere Unruhe, Aggressivität, „nah am Wasser gebaut“
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme
  • Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme
  • Akne, Hautunreinheiten

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Wirkt Mönchspfeffer gegen PMS?

Bei Verdacht auf das PMS wird der Arzt zuerst andere mögliche Ursachen hinter den Beschwerden ausschließen. Erst wenn Endometriose, eine Autoimmunerkrankung, Migräne, das Reizdarmsyndrom und eine Reihe anderer möglicher Ursachen ausgeschlossen worden sind, wird der Mediziner die Diagnose PMS stellen. Wie das Prämenstruelle Syndrom behandelt wird, hängt mit den Symptomen der Patientin zusammen. Förderlich wirken sich Ausdauersport, regelmäßiger Schlafrhythmus und Stressreduktion aus. Auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle, so sollten Betroffene weitgehend auf Kaffee, Zucker und Alkohol verzichten. Auch eine salz- und proteinarme Ernährung wird empfohlen.

Schlagen Änderungen im Lebensstil nicht an, wird der behandelnde Arzt je nach Beschwerden Schmerzmittel, Diuretika, orale Kontrazeptiva oder Antidepressiva verschreiben. Einige betroffene Frauen berichten auch von einem positiven Effekt durch Phytotherapie: dazu zählen Mönchspfefferpräparate, Johanniskraut, Nachtkerzenöl, Gingko biloba und Silbertraubenkerze. Hier gebe es allerdings keinen ausreichenden Beleg für die Wirksamkeit, wie gelbe-liste.de informiert. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Quellen: www.frauenaerzte-im-netz.de

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