Fußpilz vorbeugen: Sieben Tipps, um eine Ansteckung zu verhindern
Fußpilz entwickelt sich, wenn Pilzsporen über kleinste Verletzungen in die Haut eindringen. Was hilft, einer Ansteckung und Infektion vorzubeugen.
Fußpilz (Tinea pedis) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die sich bei vielen Betroffenen insbesondere zwischen den Zehen bemerkbar macht. Die Infektion wird durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyte verursacht, die sich besonders in feuchtwarmer Umgebung wohlfühlen. Männer erkranken häufiger als Frauen – in Deutschland entwickelt schätzungsweise jede dritte Person im Laufe ihres Lebens eine Hautpilzinfektion am Fuß, die behandelt werden muss, so die Barmer. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, sollten Sie auf bestimmte Maßnahmen zur Vorbeugung achten.
Fußpilz kann sich ausbreiten – auf Symptome achten
Juckreiz, Rötung und schmerzhafte kleine Hautrisse, insbesondere zwischen den Zehen, deuten häufig auf Fußpilz hin. Die Symptome sollten im besten Fall von einem Hautarzt abgeklärt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Unbehandelter Fußpilz kann sich auf die Nägel ausbreiten, was zu Nagelpilz führen kann, der deutlich hartnäckiger ist und eine längere Therapie erfordert.
Fußpilz vorbeugen: Wo die Erreger „lauern“

Die Vorbeugung von Fußpilz beginnt mit der regelmäßigen Fußpflege. Gerade bei trockenen Füßen kann es eher zu kleinen Verletzungen und Rissen in der Haut kommen – eine Eintrittspforte für krankmachende Keime. Ist man dann noch barfuß unterwegs, gerade im Schwimmbad, Fitnessstudio, in einer öffentlichen Umkleidekabine und Hotelzimmern, ist die Gefahr groß, sich mit möglichen Erregern anzustecken.
Vorsicht vor Teppichen!
Auch wenn es sich weich und angenehm anfühlt, barfuß darauf zu laufen – Vorsicht ist auch bei Teppichböden, insbesondere in Hotelzimmern, geboten. Denn Fußpilzsporen können im Teppichboden oder auf anderen Textilien wochenlang überdauern, sodass es leicht zur Übertragung kommen kann.
Fußpilz-Ansteckung vorbeugen: Was hilft wirklich?
Um eine Infektion zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Füße täglich zu waschen sowie gründlich abzutrocknen – insbesondere in den Zehenzwischenräumen. Eine Fußcreme (werblicher Link) kann anschließend davor schützen, dass die Füße trocken und anfällig für rissige Stellen sind, worüber Pilzsporen eindringen können.
Füße föhnen?
Tipp: Wem das Abtrocknen, insbesondere in den Zehenzwischenräumen, schwerfällt, kann die Füße mit einem Föhn trocknen.
Weitere einfache Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko für eine Fußpilz-Infektion zu reduzieren:
- Waschen Sie Handtücher und Bettwäsche regelmäßig, bei mindestens 60 Grad Celsius.
- Verwenden Sie nicht nur für das Gesicht, auch für die Füße ein extra Handtuch – und teilen Sie es nicht mit anderen.
- Tragen Sie eher atmungsaktive Schuhe, in denen die Füße ausreichend Platz haben.
- Lüften Sie Ihre Schuhe und verwenden hin und wieder Fuß-Desinfektions-Spray (werblicher Link).
- Laufen Sie an öffentlichen Orten nicht barfuß, beziehungsweise tragen Sie Badeschuhe oder Schlappen an Orten, an denen das Risiko erhöht ist, wie in Hotelzimmern, Schwimmbädern und Duschen.
- Teilen Sie sich mit anderen nicht die Nagelfeile und -schere – das erhöht nicht nur das Risiko, sich mit Fußpilz anzustecken, sondern kann auch die Nägel infizieren.
- Tragen Sie eher Socken aus Baumwolle und vermeiden Wäsche aus synthetischem Material wie Polyester.
Menschen, die immunschwächende Medikamente wie Hydrocortison einnehmen, und Diabetiker können anfälliger für eine Fußpilzinfektion sein. Eine professionelle medizinische Fußpflege kann dabei unterstützen, einer Infektion vorzubeugen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
