Eine Frau arbeitet zuhause am Schreibtisch. Eine Mutter offenbart in einer automatischen E-Mail ihr tragisch-komisches Leben im Homeoffice.
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Eine Mutter offenbart in einer automatischen E-Mail ihr tragisch-komisches Leben im Homeoffice.

Zum Lachen und zum Weinen

Geständnis aus dem Homeoffice – Netz feiert Mutter für ehrliche E-Mail: „Stecken in Lebenskrise“

Eltern im Homeoffice haben in den letzten Wochen so einige Nerven lassen müssen. Mit einer herrlich ehrlichen E-Mail spricht nun eine Mutter ihren Mitstreitern aus der Seele.

Homeoffice* bedeutet für Eltern in diesen Tagen vor allem eines: Stress, Stress und nochmals Stress. Gerade wenn Homeschooling und die Pubertät dazu kommen, möchte so manche berufstätige Mutter am liebsten den Job an den Nagel hängen. Oder sie ergreift die Flucht nach vorne, wie diese Münchener Mutter.

Homeoffice: Ehrliche Autoreply spricht Eltern aus dem Herzen

In Ihrer E-Mail-Benachrichtigung, die gerade auf Twitter für Aufmerksamkeit sorgt, redet eine vierfache Mutter nicht lange um den heißen Brei: „Lieber Sender“, beginnt ihre Autoreply, die automatisch an jeden Absender geht. „Ich arbeite von Zuhause. ‚Zuhause‘ heißt in dem Fall: ein Haus voller pubertierender Kinder, die sich abwechselnd in einer Lebenskrise befinden. Und wenn sie einmal nicht in einer Lebenskrise stecken, dann haben ihre Eltern eine Lebenskrise.“

Die Nachricht stammt von Magdalena R., die seit nunmehr einem Jahr im Homeoffice arbeitet. Und dabei gibt es auch gar nichts zu beschönigen: vier Kinder zwischen 11 und 18 Jahren im Homeschooling betreuen und nebenher arbeiten – da bleibt so einiges liegen. Dafür bittet sie in Ihrer Nachricht um Verständnis: „‘Arbeiten‘ heißt in meinen Fall: Ich muss jede E-Mail dreimal lesen. bevor ich sie verstanden habe. Dann brauche ich drei Anläufe, um die E-Mail zu beantworten. Ich bin sehr dankbar für Ihre Geduld!“

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Twitter feiert Mutter für ihren ehrlichen Bericht aus dem Homeoffice

Ihre Nachricht spiegelt auf herrlich erfrischende Weise die Wirklichkeit in deutschen Familien während der Pandemie wider. Und dafür feiern sie ihre „Leidensgenossen“ im Netz: „Sehr heilsam, so etwas zu sehen, wenn man derzeit das Gefühl hat, an allen Fronten allen Beteiligten nicht gerecht zu werden“, antwortet eine Nutzerin auf Twitter. Eine andere pflichtet ihr bei: „Wer #homeschooling im #homeoffice nicht selbst erlebt hat, weiß nicht, was ein #Stresstest ist. Danke für die offenen Worte.“

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Mehr Transparenz im Homeoffice soll Verständnis füreinander fördern

Dabei kann sich R. sogar noch glücklich schätzen: „Wir haben Platz, alle sind auch technisch gut versorgt“, erklärt sie im Interview mit dem Magazin t3n. „Trotzdem ist es natürlich nicht entspannt, teilweise zu sechst zu Hause zu arbeiten.“

Viele Menschen wüssten dabei gar nicht, wie es bei ihren Kollegen und Kolleginnen im Homeoffice aussieht, ob sie Kinder haben, oder ob sie sich um andere kümmern müssten, meint sie. Mit Ihrer Nachricht wollte sie deshalb eines zeigen: „Ich glaube in der aktuellen Situation ist Transparenz, Empathie und zwischendurch ein Augenzwinkern besonders wichtig.“ (as) *Merkur.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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