Handwerker sind körperlich oft gefordert
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Ungünstige Bewegungsabläufe und schwere körperliche Arbeit: Handwerker sind für Muskel-Skeletterkrankungen besonders gefährdet. Wichtig ist es daher, dass sie geeignete Schutzausrüstungen benutzen.

Hilfsmittel und Freizeitsport

Wie Handwerker berufsbedingten Schmerzen vorbeugen können

Wer körperlich besonders schwer arbeitet, hat ein höheres Risiko zu erkranken. Schutz bieten passende Hilfsmittel, aber auch das Wissen, wie man sich am Arbeitsplatz richtig verhält.

Berlin/Bad Wörishofen - Beugen, Schleppen, Hämmern: Viele Handwerker beanspruchen ihre Körper besonders stark. Ungünstige Bewegungsabläufe und fehlende Hilfsmittel können dabei zu Muskel-Skeletterkrankungen führen. Wie kann man das Risiko senken?

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) empfiehlt, für den Materialtransport grundsätzlich Hilfsmittel wie Kräne und Schubkarren zu verwenden und auf wirbelsäulengerechte Hebe- und Tragetechniken zu achten. Zudem sollten Gebindegrößen möglichst klein und Transportwege möglichst kurz gehalten werden. Material sollte erhöht gelagert werden. Um möglichst ergonomisch arbeiten zu können, sollten höhenverstellbare Geräte und Gerüste zum Einsatz kommen.

Ausgleichssport trotz körperlicher Belastung im Job

Regelmäßig sollten die Arbeitshaltungen gewechselt, kurze Pausen eingelegt und Ausgleichsübungen vorgenommen werden - auch dann, wenn die Arbeit noch nicht beendet ist. Der Körper, insbesondere die Gelenke, sollte warm gehalten werden. Wichtig sei der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung wie Knieschonern. Alarmsignale des Körpers wie Verspannungen und Schmerzen sollten nie ignoriert werden.

Trotz der Anstrengung im Beruf sei für Handwerker ein Ausgleichssport in der Freizeit wichtig, schreibt die Deutsche Handwerks Zeitung. Nur dadurch lasse sich die Muskulatur wieder lockern und kräftigen.

Die Web-App DigitGB der BG Bau hilft Handwerkern, systematisch ihre Belastungen zu erfassen. Die App schlägt auch passende Lösungen vor, um die Beanspruchung zu senken. Laut der Deutschen Handwerks Zeitung benötigt die Gefährdungsbeurteilung zwar Zeit. Wenn sich Krankheiten und Ausfälle so aber vermindern ließen, rechtfertige das den Aufwand. dpa

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