Vor Ausstrahlung: Münster-„Tatort“ spaltet die Fans
Der „Tatort“ aus Münster darf sich großer Beliebtheit erfreuen – doch es gibt auch Kritik. Vor der Ausstrahlung am 10. Dezember kommt es zu Diskussionen im Netz.
Münster – Dass der „Tatort“ aus Münster zu den beliebtesten gehört, beweist nicht nur der Jubel der Fans nach vergangenen Ausstrahlungen, sondern auch die Quotenanalyse. Regelmäßig holen Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl, 63) und Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 59) die besten Zuschauerzahlen der Reihe. Auch am 10. Dezember 2023 läuft wieder eine Münster-Folge. Doch die Meinungen im Vorfeld gehen weit auseinander.
Des einen Freud, des anderen Leid: „Tatort“ aus Münster teilt Fans in zwei Lager
Zuletzt konnte der Kölner „Tatort“ mit einer tiefgründigen Geschichte punkten. An diesen Erfolg will die ARD am Sonntagabend anknüpfen. Auf Facebook hat der Sender vorab einen Trailer geteilt und damit versucht, die Vorfreude auf die kommende „Tatort“-Folge zu steigern. Bei vielen Fans hat das auch geklappt – denn in der Kommentarspalte zeigt sich, dass die meisten es kaum erwarten können, zur Primetime den Fernseher anzuschalten.
„Münster bin ich immer dabei“, schreibt ein User. „Oh, das wird spannend, ich freue mich schon“, ergänzt ein zweiter. Ein weiterer Zuschauer ist ganz aus dem Häuschen: „Münster – das wird wieder spaßig, ich freue mich riesig auf dieses tolle Trio und natürlich den Vadder.“ Die Münster-Fans versprechen sich großartige Unterhaltung.
Doch es gibt auch ein zweites Lager: Diesen „Tatort“-Zuschauern ist die Version aus Münster in der Vergangenheit wohl vor allem zu lustig gewesen. Sie wünschen sich bei der Krimi-Reihe offenbar mehr Ernsthaftigkeit. „Münster ist mir persönlich zu viel Klamauk“, lautet das Urteil eines Users auf der Plattform. Ein anderer stimmt ihm zu: „Bei Münster fällt Sonntag-‚Tatort‘ aus. Ist mir zu albern.“ Einige andere Zuschauer überlegen sich bereits alternative Pläne. „Gut zu wissen, dann kann ich den Sonntagabend anders verplanen.“
Das Phänomen „Tatort“
Seit der Ausstrahlung der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ am 29. November 1970, hat sich das wöchentliche Krimi-Format zu einem wahren TV-Phänomen entwickelt und beschert der ARD mit jeder neuen Folge ein Millionenpublikum. Bis heute sind stolze 102 Ermittler in der Erfolgssendung zu sehen gewesen – die meisten Einsätze kann dabei das Münchner Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec, 68) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 64) verzeichnen. Von den 22 stetig wechselnden Schauplätzen und Teams – darunter Ludwigshafen, Wien, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Bremen – gelten Frank Thiel (Axel Prahl, 62) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 58) aus Münster als die am beliebtesten, wie eine Umfrage von t-online aus dem Jahr 2022 ergeben hat.
„Der Mann, der in den Dschungel fiel“: Neuer „Tatort: Münster“ wird anders als sonst
Eines ist schon im Vorfeld klar: Die neue Folge des „Tatort“ aus Münster wird nicht so, wie es die Fans gewohnt sind. Denn Kommissar Thiel muss keinen Mord aufklären, sondern verhindern. Stan Gold, gespielt von Detlev Buck (61), kehrt nach Münster zurück. Zuvor war der skurrile Künstler nach einem Flugzeugabsturz jahrelang im Dschungel Paraguays verschollen. Thiel und er kennen sich bereits aus Schulzeiten – und dann kommt es zu einem Vorfall, der alles verändert.

Während im Münsteraner „Tatort“ – noch – alles beim Alten ist, haben einige andere Städte in den vergangenen Monaten einen Umbruch durchgemacht. Die ARD hat ordentlich umstrukturiert und sich von beliebten Schauspielern verabschiedet. Auch beim Münchner „Tatort“ besteht die Möglichkeit eines Generationswechsels. Das denkt Ferdinand Hofer (30) über ein „Tatort“-Aus von Miroslav Nemec (69) und Udo Wachtveitl (65). Verwendete Quellen: Facebook/ Tatort
