Eiliger Rückruf: Lebensgefahr durch Pilz-Produkt droht – Neun Bundesländer betroffen
Ein Pilz-Produkt könnte gefährliche Bakterien enthalten und wird daher zurückgerufen. Der Verzehr könnte schwere Vergiftungen auslösen.
München – Lebensmittel können durch Produktionsfehler nicht nur ungenießbar, sondern auch gesundheitsgefährdend sein. Ein bestimmtes Pilz-Produkt könnte potenziell schädliche Bakterien beherbergen, die ernsthafte Beschwerden hervorrufen können. Insbesondere Menschen mit schwachem Immunsystem sollten hierbei Vorsicht walten lassen. Daher war eine Rückruf-Aktion für das betreffende Produkt unvermeidlich – ähnlich wie kürzlich bei einem Käse-Produkt.
Käse-Rückruf in mehreren Bundesländern: Bei Verzehr drohen schwere Krankheitsverläufe
Das Unternehmen Lackmann Fleisch- und Feinkostfabrik GmbH äußert sich zu dem Rückruf wie folgt: „Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes wird das Produkt vorsorglich zurückgerufen“. Bei dem betroffenen Lebensmittel handelt es sich um einen eingelegten und geschnittenen Edelreizker (Lactarius deliciosus) im Glas. Das Produktionsdatum ist der 20. November 2023 und das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf den 20. Mai 2025 festgelegt.

Rückruf von Pilz-Produkt: Gefährliche Bakterien könnten enthalten sein
Das Unternehmen gibt an, dass das betroffene Lebensmittel möglicherweise mit Toxinen kontaminiert ist. Diese Toxine werden von Clostridium-botulinum-Bakterien erzeugt und können schwere Vergiftungen (Botulismus) verursachen. Schon wenige Stunden nach dem Verzehr können erste Lähmungserscheinungen auftreten, die sich durch Symptome wie verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Lichtempfindlichkeit und Schluckbeschwerden bemerkbar machen.
| Hersteller | Lackmann Fleisch- und Feinkostfabrik GmbH |
|---|---|
| Produkt | Edelreizker, geschnitten, eingelegt |
| Produktionsdatum | 20. November 2023 |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 20. Mai 2025 |
| EAN-Code | 4250370593657 |
| Verkauft in | Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen |
Botulismus-Gefahr: Hersteller ruft Pilz-Produkt wegen Bakterienbelastung zurück – Neun Bundesländer betroffen
Die Lackmann Fleisch- und Feinkostfabrik GmbH warnt dringend davor, das betroffene Pilz-Produkt zu konsumieren. Falls es bereits verzehrt wurde, sollten Verbraucher auf mögliche Symptome achten. Frühe Anzeichen können auch alltägliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen sein. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sollte jeder, der innerhalb von 36 Stunden nach dem Verzehr Symptome entwickelt, unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Bleiben Lähmungserscheinungen unbehandelt, können sie sich auf die Atemwege und die Herzmuskulatur ausbreiten und lebensbedrohlich werden. Eine frühzeitige Diagnose der Vergiftung kann daher lebensrettend sein. Das betroffene Produkt wurde laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in neun Bundesländern verkauft:
- Bayern
- Baden-Württemberg
- Bremen
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
- Sachsen
Kunden, die das Pilzprodukt erworben haben, können es auch ohne Kassenbeleg zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet. Bereits vor einem Monat musste ein ähnliches Produkt des Herstellers zurückgerufen werden – dieses hatte das gleiche Produktionsdatum.

