Veränderung beim Kaufverhalten

Von wegen Klopapier: Diese Dinge werden während der Corona-Pandemie besonders oft gekauft

Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Deutschen beeinflusst. Eine Analyse zeigt nun, dass nicht nur Klopapier besonders oft gekauft wurde. 

  • Die Coronavirus-Krise* hat den Alltag der Menschen, aber auch ihr Kaufverhalten verändert.
  • Neben Klopapier und Tiefkühlpizza wurde auch ein außergewöhnliches Sportgerät häufig gekauft.
  • An anderen Produkten haben Konsumenten während Corona hingegen das Interesse verloren.

Berlin - Das Verhalten, dass zu Beginn der Coronavirus-Pandemie besonders viel Klopapier gekauft wurde*, dürfte schon viele überrascht haben. Aber auch bei anderen außergewöhnlichen Produkten stieg der Umsatz deutlich in den letzten Wochen. Das Kaufverhalten der Menschen hat sich maßgeblich während der Krise verändert, weiß RUHR24.de*. 

Erreger

Sars-CoV-2

Erkrankung

Covid-19

Bestätigte Infektionen (NRW)

37.298 (Stand 28. Mai)

Symptome

U.a. Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Übertragung

Tröpfcheninfektion

Das Coronavirus hat das Kaufverhalten verändert

Lieferservice-Dienste, Lebensmittelgeschäfte und Online-Handel haben in gewisser Weise von der Coronavirus-Krise profitiert. Ihre Absatzzahlen sind eindeutig gestiegen - teilweise sogar so stark, dass die Unternehmen mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Während die Kunden im Supermarkt vor leeren Klopapier-, Mehl- oder Hefe-Regalen standen, hatte der Online-Handel bei ganz anderen Produkten Probleme. Das Verbraucherportal Vergleich.org hat die Absatzzahlen im digitalen Handel einmal näher angesehen und erstaunliches festgestellt. 

Trampolin - das beliebteste Produkt in der Coronavirus-Krise

Als absoluter Verkaufsschlager geht laut Vergleich.org das Trampolin aus der Corona-Krise hervor. Im Monatsdurchschnitt haben sich während der Pandemie sage und schreibe 381,8 Prozent mehr Internet-Kunden für ein Trampolin entschieden.

Was auf den ersten Blick erstaunlich scheint, ist doch irgendwie plausibel. Denn das Trampolin eignet sich sowohl als Spaßgerät für Kinder, als auch zum Fitnesstraining. Und das kam vielen gerade Recht, wo doch Fitnessstudios und Spielplätze geschlossen waren.

Coronavirus sorgt für Nachfragezuwachs bei einigen Produkten

Ähnlich logisch lassen sich auch die anderen Produkte erklären, die als Gewinner aus der Krise hervorgehen. Dazu gehören unter anderem:

  • 270,6 Prozent mehr Verbraucher kauften ein Fieberthermometer.
  • Um die Hamsterkäufe zu lagern, interessierten sich 153,6 Prozent mehr Menschen für einen Gefrierschrank.
  • Im Monatsdurchschnitt verzeichnete auch der Akku-Rasenmäher einen Zuwachs von 135,5 Prozent.

Beliebte Produkte während der Coronavirus-Pandemie

Ähnlich beliebt waren auch Crosstrainer, Laufbänder, Hochdruckreiniger und - wer hätte es gedacht - Haarschneider.

Diese Produkte verzeichneten im Vergleich zum Monatsdurchschnitt einen deutlichen Nachfragezuwachs während der Corona-Krise.

Da stellt sich die Frage, jetzt wo die Fitnessstudios, Spielplätze und Friseure wieder geöffnet haben, was wird da der nächste Verkaufsschlager? Vielleicht Planschbecken und Pools für den heimischen Garten? Gar nicht so abwegig, jetzt wo die Temperaturen langsam steigen, die Freibäder aufgrund der Coronavirus-Krise vielerorts aber noch geschlossen bleiben. 

Wegen des Coronavirus steigt die Nachfrage nach Tiefkühlspinat, Lachs und Erbsen

Doch nicht nur im Online-Handel hat sich das Kaufverhalten während der Covid-19-Pandemie verändert. Neben Klopapier stieg auch die Nachfrage nach Tiefkühlkost. Insbesondere bekannte Vertreiber von gefrorenen Lebensmitteln wie Bofrost und Eismann haben ein großes Umsatzplus eingefahren.

Auch hier gab es einige Produkte, die während den letzten Wochen an Beliebtheit zugelegt haben. So wanderten Tiefkühlpizza, gefrorener Rahmspinat, Erbsen oder Lachsfilet besonders häufig in den Gefrierschrank. 

Einige Produkte verzeichnen Verkaufsrückgang während Corona

Wie Vergleich.org bei der Analyse des Kaufverhaltens herausfand, gab es - wie so häufig - nicht nur Gewinner, sondern auch eindeutige Verlierer.

An einigen Produkten haben die Menschen während der Coronavirus-Krise scheinbar das Interesse verloren oder sie wurden auf einmal nichtig. So scheinen sich die Konsumenten in Krisenzeiten beim Zähneputzen auf die klassische Zahnbürste zurückzubesinnen. Elektrische Zahnbürsten mussten einen Verkaufsrückgang von rund 30 Prozent einstecken.

Glätteisen und Navis werden in der Coronavirus-Krise unwichtig

Ebenso Wäschetrockner, Glätteisen und Navigationsgeräte. Sie schreiben zwischen 28 und 24 Prozent Verluste. Aber auch das lässt sich irgendwie erklären. Die Frisur musste im Homeoffice nicht mehr perfekt sitzen und der Ausflug während der Krise ausfallen - das Navi war also unnötig.

Diese Geräte haben den größten Verkaufs-Verlust in der Corona-Krise.

Erstaunlich ist hingegen, dass auch das Smartphone als Verlierer aus der Krise geht. Samsung und Co mussten bei ihren Mobiltelefonen einen Nachfragerückgang von rund 22 Prozent in Kauf nehmen. Und das obwohl, die mediale und digitale Kommunikation aufgrund von Social-Distancing wichtiger denn je erschien.

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Rubriklistenbild: © Markus Scholz / dpa, Vergleich.org, Collage: RUHR24

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