Ein dm-Drogeriemarkt von innen.
+
Auch die Drogerie-Kette dm spürt die Corona-Krise.

Verändertes Einkaufsverhalten

Drogerie-Kette dm stellt sich wegen Corona neu auf - Kunden könnten schon bald deutlich mehr Zeit brauchen

Die Zeiten des großen Wachstums sind für dm vorbei. Jetzt schlägt auch noch die Corona-Pandemie negativ in der Bilanz zu Buche. Kunden dürften die Folgen spüren.

  • dm macht die Corona-Pandemie zu schaffen.
  • Konsequenzen sind deshalb nicht ausgeschlossen.
  • Die Drogerie-Kette will auf verändertes Kundenverhalten reagieren.

Karlsruhe - In der deutschen Drogeriemarkt-Landschaft ist dm vor einigen Jahren zum Branchenprimus aufgestiegen. Der Karlsruher Konzern dürfte die Spitzenposition auch noch mindestens einige weitere Jahre inne haben. Doch die blühenden Zeiten sind auch für die beliebte Drogerie-Kette vorbei.

Zwar verbuchte dm im Geschäftsjahr 2018/2019 einen neuen Umsatz-Rekord, und auch eröffneten neue Filialen. Doch das Wachstum fiel nicht mehr so hoch aus wie früher. Im vergangenen Jahr verabschiedete man sich deshalb von „nationalen Einheitspreisen“ und passte die Preise je nach Wettbewerbssituation und Region an.

dm: Corona-Pandemie wirkt sich auf Drogerie-Kette aus

Im Geschäftsjahr 2019/2020 ging es infolge der Corona-Pandemie* dennoch weiter zurück. Zwar stehen 11,52 Milliarden Euro Umsatz zu Buche, die Konzernführung sieht sich dennoch veranlasst, abermals zu reagieren. Und das könnte die Kunden unmittelbar betreffen.

Es könnte sein, dass sie künftig weiter zum dm-Markt laufen oder fahren müssen. Die Drogerie-Kette stellte in der Corona-Krise* ein verändertes Einkaufsverhalten fest. Es wurde seltener eingekauft, dafür umfangreicher. Auch gingen weniger Kunden in dm-Drogeriemärkte in Innenstädten, Einkaufszentren und an Bahnhöfen als noch vor der Pandemie.

dm: Drogeriemarkt-Boss spricht von Standortverlagerungen

Das spüre der Konzern deutlich, sagte Geschäftsführer Christoph Werner bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Durch Corona* sei ein Trend beschleunigt worden, der bereits davor begonnen habe. Werner kündigte deshalb an: „Man muss dort sein, wo die Kunden sind.“

Konkret wurde der Boss nicht, sagte aber, dass sich der Kundenbedarf „künftig womöglich grundsätzlich auch mit weniger stationären Filialen decken“ ließe. Obwohl dm auch im nächsten Jahr weiter wachsen und das Filialnetz vergrößern wolle, „könne es zu Standortverlagerungen kommen“, sagte Werner. Eine Kundin beschwerte sich auf Facebook einmal über dm und wurde anschließend selbst zur Zielscheibe*.

Drogerie-Ketten wie dm bieten inzwischen Corona-Tests an - Was bringen sie?

Man muss bedenken, dass der Chef bei der Präsentation der Zahlen vom gesamten Konzern spricht. dm ist auch im Ausland präsent und dort wuchs das Geschäft zuletzt kräftig. Anpassungen würden wohl eher im schwächeren Segment - also Deutschland - vorgenommen. (mt) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare