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„Das Trikot ist nicht wirklich gratis“ – Kostenlos-Trikots von Check24 lösen hitzige Diskussionen aus

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Mit fünf Millionen verschenkten Trikots begeisterte das Vergleichsportal Check24 viele Menschen. Verbraucherschützer warnten jedoch vor dem Angebot.

München – Die deutsche Nationalmannschaft kämpft bei der Fußball-EM 2024 im eigenen Land um den Titel. Bereits vor der Europameisterschaft in Deutschland startete Check24 die Aktion der kostenfreien Trikots. In den sozialen Medien löste das Vergleichsportal viele Diskussionen aus.

Kostenfreie Deutschland-Trikots von Check24 lösen Diskussionen aus

Das Vergleichsportal Check24 sorgte für Aufsehen, als es kostenfreie Trikots zur Fußball-EM anbot. Wer ein DFB-Trikot erwerben möchte, muss in der Regel mindestens 100 Euro zahlen. Viele Menschen wurden daher neugierig auf das Angebot von Check24. Diese Aktion gilt für viele als einer der bedeutendsten Marketing-Erfolge aller Zeiten, obwohl sie mit erheblichen Ausgaben verbunden war. Check24 soll dafür rund 100 Millionen Euro investiert haben. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Die App führt seit Wochen die Charts im App Store an.

Das kostenfreie Deutschlandtrikot von Check24 ließ Verbraucherschützer aufhorchen – die Menschen feierten es dennoch.
Das kostenfreie Deutschlandtrikot von Check24 ließ Verbraucherschützer aufhorchen – die Menschen feierten es dennoch. © EHL Media/Imago

Man konnte das Trikot einfach durch die Teilnahme am Check24-Tippspiel bekommen. Doch eine Sprecherin der Verbraucherzentrale äußerte Bedenken: „Das Trikot ist natürlich nicht wirklich gratis, man bezahlt mit seinen Daten.“ In den sozialen Medien wurde heiß diskutiert, ob der Nutzen den erheblichen Nachteil aufwiegt. Besonders auf Facebook gab es unzählige Kommentare zu diesem Thema, wobei viele von dem Trikot begeistert waren.

„Es ist eine tolle Aktion“ – Facebook-User trotz Kritik begeistert vom Trikot

Auf Facebook schienen viele Nutzer das Sammeln von Daten durch Check24 nicht besonders zu stören. Ein User meinte: „Daten werden überall gesammelt. Nicht jeder hat die Kohle für ein Trikot vom DFB.“ Ein weiterer Kommentar lautete: „Lasst euch das Shirt nicht madig machen. Es ist eine tolle Aktion von Puma und Check24.“ Auch er betonte, dass man beim Online-Einkauf ohnehin überall seine Daten angeben müsse: „Ich verstehe den Zirkus darum nicht.“

Viele meinten, dass niemand überrascht sein sollte, der sich über Check24 ein kostenloses Trikot besorgt habe. „Das Hauptziel der Anbieter von so gut wie jedem Gewinnspiel ist es, so einfach wie möglich an Daten zu kommen. Man muss alles bestätigen, also sollte man sich danach nicht wundern.“ Es schien, als habe das Datensammeln durch das Vergleichsportal kaum jemanden gestört. „Die haben meine Daten sowieso schon länger, weil ich da fast alle Preise vergleiche“, war eine – häufig auch ähnlich geäußerte – Meinung.

Wirklich überrascht über das Datensammeln durch Check24 war keiner der User auf Facebook. Im Gegensatz zu anderen hatten einige Nutzer jedoch Bedenken. „Ich frage mich, ob es noch weitere Leute gibt, die raffen, dass Check24 hier den größten Gewinn mit dem Datenverkauf gemacht hat“, wurde bemerkt. Andere äußerten ähnliche Ansichten. „Daten sind das neue Gold. Check24 macht das schon sehr clever“, lautete ein Kommentar. (rd)

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