Depot muss Insolvenz anmelden: Das passiert mit Ihren Gutscheinen und Retouren
Wegen der Insolvenz von Depot werden aktuell keine Gutscheine angenommen. Die Chancen, sein Geld zurück zu bekommen, sind gering.
München – Der Deko- und Einrichtungshändler Depot ist vielen Menschen aus den Innenstädten ganz Deutschlands bekannt. Nach der Insolvenz des Unternehmens müssen Kunden jedoch schwer schlucken. Die Gutscheine für Depot sind aktuell leider wertlos.
Depot meldet Insolvenz an: Gutscheine sind aktuell wertlos
Am Montag, dem 15. Juli 2024, erteilte das Amtsgericht Aschaffenburg die Genehmigung für ein Schutzschirmverfahren. Dieses betrifft die Gries Deco Company GmbH, welche neben der Marke Depot auch Rooms und ipuro umfasst. Das Schutzschirmverfahren ermöglicht es der Geschäftsführung, weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten, sodass Gläubiger keinen Zugriff haben. Rund 300 Filialen und 4400 Beschäftigte von Depot in Deutschland sind von der Insolvenz betroffen.

Depot informierte ihre Kunden auf ihrer Website darüber, wie mit bereits ausgestellten Gutscheinen für den Dekohändler verfahren wird. „Leider können aus rechtlichen Gründen keine Gutscheine über unseren Online-Shop oder in den Filialen eingelöst oder gekauft werden“, steht dort geschrieben. Auch in den Filialen wird darauf hingewiesen, dass Gutscheine derzeit vollkommen wertlos sind. Dies betrifft konkret Gutscheine, die vor dem 16. Juli 2024 ausgestellt wurden.
Änderungen bei Retouren nach Insolvenz von Depot
Die Verbraucherzentrale bestätigte, dass der Verfall von Gutscheinen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens zulässig ist. „Wurde ein Insolvenzverfahren gegen den Händler eröffnet, der Ihnen einen Gutschein ausgestellt hat, können Sie Ihre Forderungen aus dem Gutschein nur noch zur Insolvenztabelle anmelden“, heißt es dort. Menschen mit Depot-Gutscheinen sollten jedoch keine hohen Erfolgschancen erwarten: „Falls noch Geld vorhanden ist, erhalten Sie eine entsprechende Quote ausgezahlt.“
Depot hat ihre Kundschaft auch über Änderungen bei Retouren und Reklamationen informiert. „Alle Artikel, die vor dem 16. Juli 2024 bestellt worden sind, können aktuell nicht retourniert werden“, schreibt Depot. Laut Verbraucherzentrale müssen „Nacherfüllungsansprüche auf Austausch oder Reparatur gegenüber dem Insolvenzverwalter gemacht werden.“ Auch hier sind die Erfolgsaussichten jedoch als gering einzustufen. (rd/dpa)