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Weihnachtsgeld bei Kaufland und Lidl: Mitarbeiter erhalten Zusatzprämie

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Von: Lisa Klein, Dominik Jahn

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Bei Kaufland und Lidl dürfen sich die Mitarbeiter auch im Jahr 2022 über Weihnachtsgeld freuen. Die Unternehmen der Schwarz Gruppe plant dafür auch die Inflationsausgleichsprämie zu nutzen.

Die Lebensmittelhändler stehen in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder vor großen Herausforderungen. Dabei gibt es auch reichlich Kritik, wie echo24.de berichtet. So sehen viele Experten Unternehmen wie Kaufland und Lidl als Preistreiber in der Krise. Bei allen Problemen mit Lieferungen und Energiekosten soll es für die Mitarbeiter aber auch im Jahr 2022 wieder Weihnachtsgeld geben.

Wie unter anderem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft verdi schreibt, beträgt im Handel das tarifliche Weihnachtsgeld 62,5 Prozent des individuellen Tarifentgelts. Die Lebensmittel-Riesen aus der Schwarz-Gruppe sind Mitglied der Arbeitgeberverbände und wollen sich, wie auch in den vergangenen Jahren, an die Tarifverträge halten. Im Jahr 2021 waren es laut Kaufland und Lidl auch zwischen 50 und 62,5 Prozent des Tarifgehalts. Wie Lidl auf echo24.de-Nachfrage bestätigt, soll jetzt noch die staatlich eingesetzte Inflationsausgleichsprämie für das Weihnachtsgeld zusätzlich genutzt werden.

Kaufland und Lidl nutzen Inflationsprämie für das Weihnachtsgeld der Mitarbeiter

Der Bund hat bereits verschiedenen Soforthilfen angesichts der Energiekrise auf den Weg gebracht – und eine Inflationsausgleichsprämie ermöglicht: Bis zu 3.000 Euro können Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuer- und sozialabgabenfrei ausbezahlen.

Unternehmen:Kaufland
Hauptsitz:Neckarsulm
Gründung:1984, Neckarsulm
Branche:Lebensmitteleinzelhandel

Dabei ist allerdings zu betonen, dass vermutlich bei Weitem nicht alle Arbeitnehmer in Deutschland eine solche Prämie erhalten werden. Denn: Die Inflationsprämie basiert auf einer Freiwilligenbasis. Beschäftigte haben keinen gesetzlichen Anspruch darauf. Die Schwarz Gruppe, zu der auch die Unternehmen Lidl und Kaufland gehören, geht mit gutem Beispiel voran.

Mitarbeiter von Kaufland und Lidl erhalten 250 Euro Inflationsausgleichsprämie

Insgesamt 40 Millionen Euro schüttet die Schwarz Gruppe an ihre Mitarbeiter aus. „Die Handelssparten Lidl und Kaufland, die Schwarz Produktion, die Umweltsparte PreZero, die Schwarz Dienstleitungen sowie die Schwarz IT und Schwarz Digital lassen ihren Tarifbeschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 250 Euro zukommen, geringfügig Beschäftigte erhalten 75 Euro“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Rund 175.000 Tarifmitarbeiter der zur Schwarz Gruppe gehörenden Unternehmen in Deutschland erhalten die zusätzliche Leistung, unabhängig davon, ob sie voll- oder teilzeitbeschäftigt sind. „Mit dieser Sonderleistung möchten wir unseren Mitarbeitern in diesen herausfordernden Zeiten finanziell beistehen und die aktuell hohen finanziellen Belastungen ein wenig abmildern“, erklärt Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe

Neben Kaufland und Lidl wollen auch Aldi und Edeka Weihnachtsgeld zahlen

Bei Lidl, der Schwarz Produktion, den Schwarz Dienstleistungen sowie der Schwarz IT und Schwarz Digital bekommen die Tarifmitarbeiter die Inflationsausgleichsprämie im Rahmen der November-Entgeltabrechnung als zusätzliche Zahlung. Kaufland und PreZero werden im November Warengutscheine gleichen Werts an die Mitarbeiter ausgegeben.

Und auch bei Aldi Süd und Edeka bekommen die Mitarbeiter im Jahr 2022 wieder Weihnachtsgeld. Gegenüber der Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung gibt Aldi Süd allerdings lediglich an, dass den Beschäftigten „in der Regel“ ein übertarifliches Gehalt gezahlt werde. Dazu kämen seit jeher Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Auch Edeka mag dem Bericht nach keine konkreten Zahlen nennen, weil die Mehrzahl der Märkte von selbstständigen Kaufleuten betrieben werde, in deren Verantwortung die Vergütung liegt.

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