Zahlen-Codes im Supermarkt – was Kunden bei der geheimen Durchsage nicht erfahren sollen
Durchsagen im Supermarkt sind üblich. Doch viele Filialen verwenden dabei verschlüsselte Zahlencodes – was sie bedeuten und warum sie verwendet werden.
Kassel – Einkaufen im Supermarkt ist Alltag. Dass dort nichts dem Zufall überlassen wird, dürfte vielen mittlerweile bekannt sein. Vom Aufbau des Supermarkts bis hin zur Warenplatzierung, Licht und Musik – alles zielt darauf ab, die Produkte bestmöglich an die Kunden zu bringen. Sogar das Einkaufswagen-Design soll zum Großeinkauf verleiten.
Um besondere Rabattaktionen oder Sonderangebote zu bewerben, wird nicht selten im Supermarkt die Hintergrundmusik dafür unterbrochen. Doch aufmerksamen Kunden dürfte neben der gelegentlichen Werbung auch Durchsagen mit kuriosen Zahlencodes der Supermarkt-Angestellten aufgefallen sein. Offenbar folgen Lautsprecher-Durchsagen ebenfalls festen Regeln. Was die geheimen Codes bedeuten, haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst. Ein Lidl-Filialleiter verriet unterdessen kürzlich, welche Fehler Kunden immer wieder machen.

Zahlencodes im Supermarkt: Mitarbeiter verwenden häufig geheimes Codes bei ihren Durchsagen
Häufig wird via Lautsprecheranlage im Supermarkt weiteres Kassenpersonal angefragt oder ein Mitarbeiter für eine Preisauskunft ausgerufen. Doch hin und wieder sorgen Durchsagen mit diversen Zahlencodes – wie beispielsweise „22 auf 43“ – für Verwunderung. Während die Kunden vor einem Rätsel stehen, wissen Mitarbeiter hingegen genau, was gemeint ist.
Die Zahlencodes bei den Durchsagen in Supermärkten sind Botschaften an die Mitarbeiter, die nicht unbedingt für die Ohren der Kunden bestimmt sind. Dabei nutzen nicht alle Supermärkte identische Codes. Allerdings ähneln sich diese in einigen Fällen durchaus. Laut einem Kaufland-Sprecher sind die Zahlencodes dafür da, dass unter den Filialmitarbeitern „Informationen verständlich sind“, wie er Bild.de erklärte.
Verschlüsselte Zahlencodes im Supermarkt: Das bedeuten die einzelnen Nummern
Durch die Verwendung von Zahlencodes sollen bestimmte Informationen nicht an die Kunden weitergegeben und deshalb verschlüsselt werden. Durch die Verschlüsselung der Durchsagen sollen Kunden nicht gestört oder gar beunruhigt werden, wenn ein Problem besteht. „Das Benutzen der Zahlencodes erregt weniger Aufsehen, was besonders im Falle von neuem Wechselgeld Vorteile hat. Denn Diebe lauern überall“, schreibt das Lifehack-Portal genialetricks.de.
Für die Mitarbeiter bedeutet die Verschlüsselung der Durchsagen aber auch ein Stück Diskretion – etwa wenn sie kurz abgelöst werden möchten, damit sie auf Toilette gehen können. Das steckt nach Angaben der Lifehack-Seite hinter den kuriosen Zahlenkombinationen:
- Die Nummer „17“ oder „7“ werden häufig verwendet, um auszudrücken, dass der Mitarbeiter auf die Toilette gehen oder eine Pause machen möchte.
- Die Codes „15“ oder „22“ können zur Kennzeichnung von angelieferter Ware oder zur Anforderung von Wechselgeld dienen.
- Die „01“ wird häufig für den Chef beziehungsweise Filialleiter verwendet. Die „02“ wiederum für dessen Stellvertreter.
- In einzelnen Supermärkten ist „500“ der Code für den Detektiv.
- Wird ein Mitarbeiter zusätzlich mit einer Zahl aufgerufen, kann es entweder bedeuten, dass die ausgerufene Person die Nummer (Durchwahl) wählen oder eine bestimmte Tätigkeit ausführen soll.
- In manchen Fällen kann es aber auch sein, dass der Name des Mitarbeiters durch eine Nummer ersetzt wird.
Geld sparen im Supermarkt: Geheime Supermarkt-Codes, die Kunden kennen sollten
Mit ein bisschen Insiderwissen gibt es in Supermärkten und Discountern Mittel und Wege, wie Verbraucher ihre Ausgaben reduzieren und mehr für Ihr Geld bekommen. In einem RTL-Beitrag verriet ein Supermarkt-Mitarbeiter, dass bestimmte Supermarkt-Codes auf Preisschildern Kunden beim Sparen helfen können.
Ähnlich wie bei den Zahlencodes, handelt es sich auch hier „um eine firmeninterne Kennzeichnung“, so der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) auf Anfrage der Redaktion von IPPEN.MEDIA. Mit weiteren Tricks lassen sich auch Preisfallen im Supermarkt erkennen und umgehen. Doch versteckte Preiserhöhungen sind schwer zu erkennen und kosten den Verbraucher häufig bares Geld. Daher fordern Verbraucherschützer und auch immer mehr Kunden eine Kennzeichnung der versteckten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln. (vw)

