Pfandbon-Rückgabe im Supermarkt geht schief: Edeka-Kunde kassiert Abfuhr

Werden Pfandflaschen in Supermärkten zurückgegeben, wird der Einkauf in der Regel damit verrechnet. Bei einem Edeka-Kunden ging das allerdings schief.
Kassel – Kuriose Geschichten aus Supermärkten und Discountern landen oftmals in den sozialen Medien. Was ein Reddit-Nutzer bei Edeka erlebte, ließ ihn ungläubig zurück – obwohl er lediglich Pfand zurückgeben wollte.
Edeka will Pfandbon von Kunden offenbar nicht akzeptieren – „...das ist Gesetz“
Ein Reddit-Beitrag, in dem ein Edeka-Kunde sich über die Richtlinien des Supermarkts beklagte, erregte erhebliches Aufsehen. Der Nutzer berichtete im Subreddit „Pfandbon“, dass er „beim Bezahlen in einem Edeka vergessen, den 15-Euro-Pfandbon abzugeben“. Als dem Kunden beim Verlassen des Geschäfts aufgefallen sei, dass er den Pfandbon nicht eingelöst hatte, sei er umgehend zurück in den Laden gegangen. Er schilderte, dass die Kassierer an der Kasse jedoch nichts mehr von seinem Einkauf wissen wollten.
Laut dem Reddit-Beitrag erklärte die erste Kassiererin dem Kunden angeblich: „Wir zahlen nur bis 10 Euro Pfandbons aus, das ist Gesetz.“ Als er ihr daraufhin mitteilte, dass er gerade für 55 Euro eingekauft habe, habe sie geantwortet: „Das kann ich ja nicht wissen.“ Sie konnte sich scheinbar nicht an seinen Einkauf erinnern. Auch der zweite Kassierer habe an der Situation nichts ändern wollen und sagte: „Ja, da kann ich jetzt nichts tun.“ Der Kunde äußerte in seinem Beitrag seinen starken Unmut über Edeka: „Ich werde diesen Supermarkt nie wieder betreten.“
Reddit-Nutzer verstehen den Unmut des Edeka-Kunden
Zusätzlich zur vermeintlichen Ignoranz der Kassierer über seinen Einkauf war für den Edeka-Kunden besonders unverständlich, dass das angebliche Gesetz nirgendwo im Laden ausgeschildert war. Er äußerte seine Zweifel: „Das ist nur eine absolut hirnrissige Vorgabe des Marktleiters oder Edeka.“ Der Beitrag erhielt in kurzer Zeit nicht nur 200 Upvotes, sondern auch über 160 Kommentare (Stand: 17. Juni 2024). Viele der anderen Nutzer zeigten Mitgefühl für den Kunden und gaben an, dass sie in solch einer Situation mit rechtlichen Schritten gedroht hätten.
Ein Nutzer kommentierte: „Die erste Antwort auf so etwas wäre: Entweder Sie zahlen mir jetzt den gesamten Betrag aus oder ich komme mit dem Gewerbeaufsichtsamt wieder.“ Ein anderer vermutete, dass es sich nur um einen faulen Vorgesetzten handelte: „Der hatte einfach keinen Bock, zur Kasse zu laufen. Hab lange bei Netto gejobbt und kenne das.“
Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA nahm Edeka zunächst keine Stellung zu dem Fall. Es lässt sich nicht zweifelsfrei überprüfen, ob der Vorfall genauso passiert ist, wie es der Reddit-User und Edeka-Kunde angab. Indes sollten sich Supermarkt-Kunden vor einer Betrugsmasche in Acht nehmen. (rd)