Sperre beim Messenger-Giganten

WhatsApp schränkt beliebte Funktion für deutsche Nutzer ein - wegen Coronavirus

Drastische Maßnahme beim Messenger WhatsApp aufgrund des Coronavirus. Wegen Covid-19 ist eine beliebte Funktion aktuell eingeschränkt.

  • Die Coronavirus-Pandemie macht auch vor dem Messenger WhatsApp nicht Halt.
  • Der Facebook-Konzern schränkt ab sofort eine viel genutzte Funktion ein.
  • Schuld daran sei das veränderte Kommunikationsverhalten wegen Covid-19

Dortmund - Die einen erzählen dies, die anderen das. Wegen der Coronavirus-Pandemie* kursieren im Internet aktuell viele Fake-News, wie RUHR24.de* berichtet. Auch bei WhatsApp werden die Falschwahrheiten gerne verbreitet. Um dagegen vorzugehen, schränkt der Messenger jetzt eine bekannte Funktion ein. Vor allem Freunde und Familienmitglieder könnte das treffen.

Coronavirus: WhatsApp schränkt Funktion ein - Schuld sind Fake-News

Konkret geht es bei der neuen Maßnahme des Facebook-Konzerns darum, das Weiterleiten von Nachrichten einzuschränken. Oder besser gesagt: Der Dienst WhatsApp, der auch eine ausgeweitete Video-Funktion* einführt, will das Weiterleiten von Nachrichten schwieriger gestalten.

Grund dafür sei laut Angaben des Unternehmens eine Veränderung des Kommunikationsverhaltens der User. Weitergeleitete Nachrichten hätten in den vergangenen Wochen wieder zugenommen. Dass dadurch auch Halbwahrheiten und Falschmeldungen verbreitet werden und für unnötige Panik sorgen könnten, sei nicht ausgeschlossen heißt es in einer Mitteilung von Dienstag (7. April). Doch wie soll die neue Einschränkung aussehen?

Coronavirus: So funktioniert die neue Einschränkung von WhatsApp

Ganz einfach: Nachrichten, die schon häufig verschickt wurden, können ab sofort nur noch an einzelne Chats weitergeleitet werden. Bislang war dies in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich. 

Vor allem für Freunde oder Familien, die sich an Feiertagen wie das anstehende Osterfest süße Grüße* schicken wollen, eignet sich die Funktion besonders gut, da es schnell und unkompliziert geht. Doch damit ist jetzt Schluss. Wer jetzt die gleiche Nachricht an mehrere Personen verschicken möchte, muss das einzeln machen.

Coronavirus: Weitergeleitete Nachrichten bei WhatsApp während Krise angestiegen

Nachrichten, die bereits häufig weiter geleitet wurden, sind am sogenannten Doppelpfeil-Symbol erkennbar. Es erscheint automatisch neben einem Text, wenn dieser schon mehr als fünfmal weiter geleitet wurde. WhatsApp hatte die Funktion im vergangenen Jahr eingeführt, um gegen eine "massenhafte Verbreitung von Nachrichten" vorzugehen. 

Bislang mit Erfolg: Wie der Konzern mitteilt, sei die Anzahl der weiter geleiteten Nachrichten um 25 Prozent zurückgegangen, aber in der Corona-Krise wieder angestiegen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie schränkt WhatsApp eine Funktion zum Weiterleiten von Nachrichten ein.

Coronavirus: WhatsApp kann Falschmeldungen selbst nicht identifizieren

Das Problem für WhatsApp: Die Nachrichten sind mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versehen, sodass nur die User selbst die Nachrichten lesen können. 

Dem Messenger-Dienst selbst sind die Hände gebunden, da er die Falschmeldungen eigens nicht identifizieren beziehungsweise lesen kann. Er kann im Grunde nur vorsorglich handeln, indem er die Weiterleitung von Nachrichten weiter einschränkt und damit mögliche Fake News im Keim erstickt.

WhatsApp, Zoom oder Skype: Mit diesen Apps können die Menschen in Coronavirus-Zeiten in Kontakt bleiben.

Coronavirus: WhatsApp arbeitet mit WHO zusammen an Corona-Infokanal

"Menschen sind aktuell mehr denn je auf sichere Kommunikationswege angewiesen. WhatsApp möchte deshalb auch weiterhin den schnellen, einfachen und sicheren Austausch von Nachrichten ermöglichen", teilt der Facebook-Konzern mit.

Um den Usern während der Coronavirus-Pandemie sichere und vertrauenswürdige Informationen anbieten zu können, arbeite der Messenger mit Organisationen und Gesundheitsbehörden zusammen, "um Nutzern verifizierte und vertrauenswürdige Informationen bereitzustellen". Dazu gehöre auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die einen Corona-Infokanal auf WhatsApp anbietet.

anhi

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Rubriklistenbild: © dpa/Arno Burgi Collage: RUHR24

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