Fiese Betrüger

LKA-Warnung an alle WhatsApp-Nutzer: Trick kann fatale Folgen haben

Die Polizei warnt erneut vor einem tückischen Code-Trick bei WhatsApp. Wie Sie ihn erkennen können und wie Sie sich am besten dagegen schützen, erfahren Sie hier.

Hannover - Der Messenger WhatsApp* gilt schon lange als die beliebteste App* zum Verschicken von Nachrichten, Bildern oder Videos. Knapp 2 Milliarden User verzeichnet die Anwendung, die seit 2014 zu Facebook gehört, weltweit und ist vom modernen Smartphone nicht mehr wegzudenken. Leider wird sie genau deswegen auch immer öfter zum Schauplatz von Betrugsmaschen und Hackerangriffen. Nun soll erneut ein fieser Code-Trick sein Unwesen treiben, durch den User ihren Account verlieren könnten.

WhatsApp: Polizei warnt vor Code-Trick

Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilte, würden User bei dem Code-Trick, der bereits vergangenen Dezember hierzulande die Runde gemacht haben soll, eine Nachricht von einem bekannten Kontakt erhalten, bei dem es sich jedoch getarnt um einen Betrüger handeln würde. In dieser Mitteilung würde darum gebeten werden, einen Code, der angeblich aus Versehen an das Smartphone des Users gesendet worden wäre, weiterzuleiten.

„Hello sorry, ich habe dir versehentlich einen 6-stelligen Code per SMS geschickt. Kannst du ihn mir bitte weitergeben? Es eilt“

Diese Nachricht versenden Code-Betrüger derzeit an WhatsApp-Nutzer.

Dieser Code, der auch tatsächlich auf dem Smartphone des betroffenen Users aufschlägt, würde aber von WhatsApp* selbst stammen und wäre eine Sicherheits-PIN für den eigenen Account - nicht etwa ein falsch verschickter Code, der für den Absender der Betrugsnachricht bestimmt war. Wenn Sie diese streng vertrauliche Zahlenkombination dann an Ihren „Bekannten“ (der ja eigentlich gar nicht Ihr Bekannter ist) weiterleiten, würden Sie bis auf Weiteres den Zugriff auf Ihr WhatsApp-Konto verlieren.

WhatsApp: Was passiert nach dem Code-Betrug?

Sollte der Code-Trick erfolgreich sein und die Betrüger Zugriff auf Ihren Account erhalten, würden sich ihnen viele Möglichkeiten bieten, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen weiter erklärte. Unter anderem könnten sie Ihr Konto zu illegalen WhatsApp-Gruppen hinzufügen, Malware verbreiten oder unter Ihrem Namen bei Ihren Kontakten nach persönlichen Daten fragen. Außerdem ließe sich Ihr Account nach der Übernahme dazu verwenden, den Code-Trick auch bei anderen Usern anzuwenden.

Wer WhatsApp nutzt, sollte derzeit vor einem tückischen Code-Trick auf her Hut sein.

WhatsApp: Zwei-Faktor-Authentifizierung hilft gegen Code-Trick

Auch wenn der Code-Trick schwere Folgen haben kann, gibt es zum Glück einen Weg, sich dagegen zu schützen*. Laut dem Landeskriminalamt Niedersachsen soll dabei vor allem die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung helfen. Diese können Sie aktivieren, indem Sie bei WhatsApp* die „Einstellungen“ aufrufen, von dort aus weiter auf „Account“ klicken und dann die Option „Verifizierung in zwei Schritten“ wählen. Damit lässt sich das Konto mit einem sechs-stelligen Code sichern und ermöglicht den Zugriff nur mit vorheriger Eingabe dieser Zahlenfolge. Zur zusätzlichen Verstärkung kann dort auch eine E-Mail-Adresse angeben werden. Sollte ihr Account schon übernommen worden sein, so das LKA Niedersachsen, könne er durch erneute Anmeldung, bei der neben der eigenen Telefonnummer dann auch der Zwei-Faktor-Code abgefragt wird, so möglicherweise gerettet werden.

Weitere Informationen zu dem tückischen Code-Trick und wie Sie solchen Angriffen am besten entgegenwirken können, finden Sie im „Ratgeber Internetkriminalität“ des LKA Niedersachsen.

Der Code-Trick ist nicht die einzige Schlagzeile, mit der WhatsApp in letzter Zeit auf sich aufmerksam gemacht hat. Erst vor kurzem sorgten die Änderungen der Nutzungsbedingungen für viel Verwirrung und Aufruhr. Zudem soll auch ein ominöser Kettenbrief unter Usern kursiert sein*, der vor einer großen Neuerung bei Gruppenchats gewarnt haben soll. (le)

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Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto

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