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Apfelsaft selbst machen: Es geht auch ohne einen Entsafter

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Von: Ines Alms

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Sie haben zu viele Äpfel übrig? Dann stellen Sie daraus doch Ihren eigenen Apfelsaft her – ganz ohne besonderes Zubehör und ungewollte Zusatzstoffe.

Naturtrüben Apfelsaft selbst zu machen ist auch ohne Entsafter oder Obstpresse kinderleicht und man weiß dafür ganz genau, was drinsteckt. Die Auswahl der Sorte und der Reifegrad bzw. Erntezeitpunkt machen einen feinen Unterschied. Je frischer der Apfel ist, desto ergiebiger ist die Saftmenge.

Apfelsaft selbst machen: Es geht auch ohne Entsafter

Selbst gemachter naturtrüber Apfelsaft in Flasche mit Äpfel in Kiste
Wenn man Apfelsaft selbst macht, ist die Ausbeute sehr groß. Und er schmeckt einzigartig. © imagebroker/imago

In gekauftem Apfelsaft steckt oftmals viel Zucker, außerdem dürfen bei seiner Herstellung nicht gekennzeichnete Klärungsmittel wie Gelatine eingesetzt werden. Die für den Saft verwendeten Äpfel können außerdem sehr lange Transportwege hinter sich haben oder gespritzt sein. Und in den meisten Fällen weiß man nicht, welche Sorte verwendet wurde. Oftmals kann man auch gar nicht so viel Obst essen, wie man im Garten erntet. Gute Gründe, sich seinen Apfelsaft ohne viel Aufwand selbst zu machen.

Wer nicht regelmäßig Schubkarren voller Äpfel erntet, besitzt in der Regel auch keinen Entsafter. Das ist auch nicht nötig, denn nur mit zwei großen Töpfen, einem Sieb und einem Mulltuch oder Nussmilchbeutel kann jeder sein eigenes Säftchen brauen. Wer die Wahl hat, verwendet für ein ausgewogenes Aroma am besten eine Mischung aus süßen (z.B. Red Delicious, Rubinette) und sauren (z.B. Boskop, Braeburn) Apfelsorten – wenn nicht, kann man später mit Zucker oder Zitronensaft nachhelfen.

Diese Zutaten benötigen Sie laut Eatsmarter für den selbst gemachten Apfelsaft:

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Für die Zubereitung kommen die Apfelstücke mit dem Wasser in einen großen Topf und werden bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten weich gekocht. Falls die Apfelstücke noch zu groß sind, diese gegebenenfalls mit einem Stabmixer pürieren. Über einen zweiten Topf hängt man ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb und gießt die gegarte Apfelmasse hinein. Das Tuch gut ausdrücken, um so viel wie möglich Saft zu gewinnen.

Jetzt ist eine Kostprobe sinnvoll: Ist der Saft zu sauer, hilft man mit etwas Zucker nach, ist er zu süß, fügt man etwas Zitronensaft hinzu. Dann den Saft nochmal 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei den sich bildenden Schaum regelmäßig abschöpfen und den Saft umrühren. Den Saft kurz auf knapp 90 Grad – nicht mehr – erhitzen, in sterilisierte Flaschen füllen und verschließen. So ist der Saft mindestens ein halbes Jahr haltbar.

Sie haben immer noch Äpfel übrig? Probieren Sie doch einmal eine selbst gemachte Birnen-Apfel-Konfitüre oder verwerten Sie das Obst in einem Apfel-Puddingkuchen.

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