Ein Notfall im Haushalt steht an: Darf der Handwerker noch kommen?
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Ein Notfall im Haushalt steht an: Darf der Handwerker noch kommen?

Corona-Krise

Darf der Handwerker noch zu mir nach Hause kommen?

So wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen - das ist zu Coronavirus-Zeiten die Devise. Aber was, wenn ich dringend einen Handwerker brauche?

  • Ein verstopftes Abflussrohr, eine kaputte Heizung oder ein defekter Herd.
  • Für all diese Probleme braucht es einen Handwerker, der mit seinem Know-how schnell für Abhilfe sorgt.
  • Allerdings verunsichern die bundesweiten Ausgangsbeschränkungen viele Kunden - darf ich überhaupt noch einen Handwerker ins Haus lassen?

Coronavirus-Zeiten: Darf ich noch den Handwerker rufen?

Generell dürfen Handwerker* weiterhin für Reparaturen im Haus gerufen werden. Wie die Lage in den einzelnen Bundesländern aussieht, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einem Dokument zusammengefasst. In Bayern heißt es in den Corona-Verfügungen zum Beispiel: "Hausbesuche von Dienstleistern oder Handwerkern, die Teil ihrer normalen Tätigkeit sind, sind zulässig." Allerdings seien alle Termine, die ein persönliches Zusammentreffen erfordern, aber nicht notwendig sind, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Sollte der Termin notwendig sein, sollen die Regeln der Hygiene eingehalten werden. Das bedeutet: Mindestens 1,5 Meter Abstand halten sowie Nies- und Hustenetikette einhalten und auf Handhygiene achten.

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer erklärt in einem Interview (Stand: 26.03.): "Auch das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk sowie Elektriker oder die Kfz-Werkstätten erbringen weiterhin ihre Leistungen. Die Betriebe sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen alles daran, die Kunden auch unter diesen schwierigen Umständen zu bedienen." Wollseifer weist ebenfalls daraufhin, dass "Aufträge im eigenen Zuhause der Kunden nur noch in Notfällen und unter Beachtung der Regeln möglich" sei.

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Wie stark sind die Handwerksbetriebe von der Corona-Krise betroffen?

Obwohl einige Handwerksbetriebe ihre Tätigkeiten noch ausführen können, verzeichnen auch diese große Umsatzeinbrüche. Denn: "Kunden bleiben weg, Aufträge werden massenweise storniert und die Umsätze brechen in einem Tempo und Maße ein, dass es für viele Betriebe, die das vor wenigen Wochen noch schier für unmöglich gehalten hätten, ans Eingemachte geht. Denen droht die Pleite", berichtet Wollseifer.

Durch die stornierten Aufträge können aber Kunden, die nun dringend einen Handwerker benötigen, schneller an einen Termin kommen, wie der ZDH laut dem Online-Portal myHomebook erklärt. Gerade in Großstädten müssen Menschen in der Regel lange auf einen Handwerker warten*. Allerdings müssen Kunden möglicherweise mit höheren Kosten rechnen, da sich durch Engpässe bei Materialien die Beschaffungskosten für Handwerker steigern könnten.

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*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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