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Die Maikäfer kommen: 2022 droht die große Plage

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Von: Joana Lück

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Auch wenn Maikäfer ein Symbol für den Frühling sind – treten sie in Massen auf, gefährden sie Baum- und Pflanzenbestände. 2022 droht wieder eine Plage.

Berlin – In ihrer ausgewachsenen Form als Maikäfer sind Engerlinge große Insekten, die manch einer noch von „Max und Moritz“ kennt. Schon Wilhelm Busch hat die Käfer als zahlreich vorkommend beschrieben, die aus dem Baum geschüttelt werden und im fünften Streich im Mittelpunkt stehen. Doch auch wenn man die Maikäfer nicht im Bett vorfindet, so können sie Gärten und Wälder zerstören, denn 2022 droht wieder eine große Plage.

Engerlinge bekämpfen: 2022 droht die Maikäferplage

Engerlinge fressen im Boden eingegraben Wurzeln von Pflanze.
2022 steht laut Experten wieder ein Maikäferjahr an. (Symbolbild) © Stock&people/Imago

Der Lebenszyklus eines Maikäfers besteht aus Fressen und Verdauen: In den vier Jahren, in denen sie als Larve unter der Erde leben, ernähren sie sich von Baum- und Pflanzenwurzeln. 2022 ist laut dem Naturschutzbund Deutschland („NABU“) in Südhessen und Nordbaden wieder ein (Wald-)Maikäferjahr. Deshalb droht eine ausgeprägte Maikäfer-Saison:

Nach der Begattung legen die Weibchen in mehreren Schüben ihre Eier ins lockere Erdreich ab. Die weißen Engerlinge, also Maikäferlarven, entwickeln sich meist vollständig im Boden und ernähren sich in dieser Zeit von Pflanzenwurzeln. Im Herbst des letzten Jahres verwandeln sich die Larven in Jungkäfer. Nach der Überwinterung im Erdreich schlüpfen sie Ende April. Im Rahmen des sogenannten Reifefraßes bis zum Absterben fressen Maikäfer die Blätter von Obstbäumen, während Waldmaikäfer Eichen, Buchen und Hainbuchen bevorzugen.

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Engerlinge bekämpfen: Das können Sie tun

Nur wenn Maikäfer sich sehr stark vermehrt haben und in Massen auftreten, sind sie wirklich ein Schädling. Wenn Sie den brummenden Frühlingsboten aber trotzdem loswerden möchten, sollten Sie die Erde früh genug nach den Käfern durchsuchen. Abschreckend wirken zudem ein gut belüfteter und vertikutierter Rasen, Insektenschutznetze und fehlende Beleuchtung im Garten, da sich Käfer von Licht angezogen fühlen.

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