Esparsetten-Widderchen: Schön, aber gefährlich
Das Esparsetten-Widderchen ist ein hübscher Anblick, doch Vorsicht ist geboten. Dieser gefährdete Schmetterling kann im Garten zur Gefahr werden.
Es ist nicht ungewöhnlich, giftige Tiere in Gärten anzutreffen. Seien Sie aber nicht nur vor Wespen, Bienen oder dem schwarzen Ölkäfer auf der Hut – auch unscheinbare Insekten können eine Bedrohung darstellen. Das Esparsetten-Widderchen, das durch seine schwarz-rote Färbung und eine Flügelspannweite von bis zu vier Zentimetern auffällt, ist zum Glück leicht zu erkennen. Obwohl diese gefährdeten Schmetterlinge schön anzusehen sind, können sie im Garten potenziell sehr gefährlich sein.
Das Gefährliche am Tier ist die Blausäure

Die roten Punkte des Falters, der wie viele andere Widderchen auch als Blutströpfchen bekannt ist, erinnern an Blutstropfen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) weist darauf hin, dass sowohl die Raupen als auch die Falter Blausäure produzieren und daher nicht in den Mund genommen werden sollten. Dies sind einige interessante Fakten über diesen ungewöhnlichen Schmetterling.
- Der Schmetterling ist hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg beheimatet und kommt nördlich der Mittelgebirge seltener vor.
- Insbesondere im Hochsommer kann man das Insekt antreffen.
- Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg berichtet, dass das Insekt trockene und magere Rasenflächen sowie kalkhaltigen Boden bevorzugt.
- Am Abend kann man oft beobachten, wie die Falter sich auf Blüten versammeln und sich nachts paaren.
- Sie legen ihre ebenfalls giftigen Eier auf der Unterseite der Blätter von Hornklee und Esparsette ab, was auch den Namen der Insekten erklärt.
- Trotz seiner giftigen Eigenschaften und auffälligen Warnfarben ist das Tier stark gefährdet.
- Das Internetportal Blühendes Österreich weist darauf hin, dass die Pflanzen, die dem Schmetterling als Lebensraum dienen, durch Überdüngung und intensivierte Landnutzung immer stärker bedroht sind.
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Wenn Sie einen dieser Schmetterlinge in Ihrem Garten erblicken, sollten Sie sich darüber freuen, da dies ein Zeichen für eine intakte Natur ist. Das Insekt zeigt kein aggressives Verhalten und besitzt auch keine Fähigkeit zu stechen. Aufgrund der in den Tieren enthaltenen Blausäure sind sie jedoch ungenießbar. Sollten Sie den Falter zufällig berührt haben, besteht kein Grund zur Sorge – der Kontakt mit der Haut ist völlig harmlos.