Ingwer darf in der Küche nicht fehlen. Die Pflanze lässt sich leicht auf der Fensterbank ziehen
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Ingwer darf in der Küche nicht fehlen. Die Pflanze lässt sich leicht auf der Fensterbank ziehen.

Anleitung

In drei Schritten Ingwer auf der Fensterbank ziehen - so funktioniert's

Ingwer ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Das Gute an der Knolle: Sie lässt sich ohne Probleme zu Hause im Topf anpflanzen. Hier finden Sie Tipps.

  • Ob als Gewürz zur Mahlzeit, als Limonade oder zum Tee aufgebrüht.
  • Ingwer ist eine äußerst vielseitige Zutat und sie lässt sich auch ganz einfach zu Hause im Topf anpflanzen.
  • Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Ingwer ist mittlerweile fester Bestandteil des Speiseplans und bringt etwas Schärfe in die Küche. Neben seinem einzigartigen Geschmack machen ihn aber auch seine gesunden Inhaltstoffe zum Hit in der Speisekammer. Die Knolle ist reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Obendrein wirkt sie antibakteriell und tut deswegen der Darmflora gut. Und noch einen Pluspunkt hat Ingwer: Er lässt sich ganz einfach zu Hause ziehen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Ingwer zu pflanzen?

Ingwer-Stücke, die austreiben, lassen sich abschneiden und einpflanzen.

Ingwer lässt sich am besten im Frühjahr im Topf pflanzen. Es ist aber auch ein Anbau im Freien ab Mitte bis Ende Mai* möglich. Das Objekt der Begierde nennt sich im Übrigen nicht Knolle, sondern Rhizom(Wurzelstock). Bei ihm handelt es sich um den unterirdischen Teil der Pflanze. Ingwer bildet zudem kleine bambusähnliche Blätter und Blütenstände aus Kelch- und Kronblättern. Ingwer eignet sich also auch als Zierpflanze.

Welcher Standort und welche Erde eignen sich für Ingwer?

Ingwer stammt ursprünglich aus tropischen Gefilden und mag deshalb warme, sonnige bis halbschattige Standorte und Temperaturen ab 20 Grad. Wenn Sie Ingwer im Topf auf der Fensterbank* ziehen, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung meiden. Als Substrat eignet sich Blumenerde, auf jeden Fall sollte es nährstoff- und humusreich sein. Beim Pflanzen im Garten können Sie die Erde mit etwas Kompost anreichern.

Wie pflanze ich Ingwer im Topf auf der Fensterbank an?

Schritt 1: Das richtige Ingwer-Rhizom auswählen

Das passende Ingwer-Rhizom für den Anbau können Sie sich im Supermarkt oder im Bio-Laden besorgen. Von Vorteil ist es, wenn das Rhizom bereits Augen bis bzw. leicht austreibt. Es spielt ebenfalls keine Rolle, ob es sich um ein frisches Stück Ingwer handelt oder um eines, das schon eingetrocknet ist. Ebenso steht es Ihnen frei, ob Sie das Rhizom als Ganzes oder in Stücken geschnitten einpflanzen. Bei letzterer Variante legen Sie die Stücke über Nacht in lauwarmes Wasser, bevor Sie sie in die Erde setzen. Beim Zuschneiden sollten drei bis fünf Zentimeter große Stücke herauskommen.

Schritt 2: Ingwer im Topf anpflanzen

Wählen Sie einen Topf, der ungefähr 30 Zentimeter Tiefe hat und füllen Sie ihn mit Blumenerde. Wenn Sie Ihren Ingwer zuvor in Teilstücke geschnitten haben, haben ungefähr zwei bis drei davon im Topf Platz. Sie werden mit den Augen nach oben locker in die Erde gesetzt, sodass noch ein Stück hinausragt. Danach feuchten Sie das Substrat leicht ein und bedecken den Topf mit einer Folie, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Damit es nicht zur Staunässe kommt, füllen Sie auf dem Boden des Pflanztopfes am besten eine Schicht Blähton. Anschließend stellen Sie den Topf an einen hellen Platz, wo die Pflanze aber vor der prallen Sonne geschützt ist. Es eignet sich auch eine Fensterbank direkt über einer Heizung. Die Temperatur sollte zwischen 20 und 28 Grad liegen.

Schritt 3: Ingwer-Pflanze pflegen

Nach dem Setzen gießen Sie die Ingwer-Pflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser. Dabei sollte der Wurzelballen immer schön gleichmäßig feucht gehalten werden. Bis das Rhizom zu keimen beginnt, können einige Wochen vergehen. Nach und nach bilden sich grüne Blätter und eventuell sogar Ingwer-Blüten. Bei warmen Temperaturen über zwölf Grad können Sie den Topf auch nach draußen stellen.

Ingwer bildet bambusähnliche Blätter.

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So ernten Sie Ingwer richtig

Nach einigen Monaten werden die Triebe nach unten hin gelb. Dann wissen Sie, dass es Zeit für die Ingwer-Ernte ist. Ab diesem Zeitpunkt wird die Pflanze auch nicht mehr gegossen. Entweder Sie verwenden dann das ganze Rhizom oder Sie schneiden nur einen Teil zur Weiterverarbeitung ab. Wenn dieses Stück Augen besitzt, lässt es sich auch wieder einpflanzen.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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