In München zu wohnen ist nach wie vor teuer. 
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In München zu wohnen ist nach wie vor teuer. 

Luxus pur

Heftiger Preis für neue Wohnungen in München: Ein Quadratmeter so viel wert wie Neuwagen

Am Nockherberg in München sollen neue Wohnungen und Stadthäuser entstehen: Der Quadratmeterpreis zeigt – das ist nur was für Superreiche.

In München leben ist wahrlich nicht günstig. Schon seit langem befindet sich die bayerische Landeshauptstadt bei Mietpreis-Rankings* immer ganz weit oben – und auch der Immobilienkauf ist finanziell kaum zu stemmen. Ein Bauprojekt an der Hochstraße beim Nockherberg schlägt aber das alles um Längen: Der Quadratmeterpreis liegt hier bei stolzen 27.000 Euro.

Luxusprojekt am Nockherberg in München: Quadratmeterpreis schlägt alles

Zum Vergleich: Im Schnitt koste ein Neubau in Bestlage zwischen 11.000 und 17.000 Euro pro Quadratmeter, wie die Abendzeitung berichtet. Trotz der horrenden Summe haben sich dem Bericht zufolge schon einige Interessenten gefunden: 26 Prozent der 185 Wohnungen sollen bereits verkauft oder reserviert sein. Die Wohnungen selbst sind zwischen 28 und 226 Quadratmeter groß – man mag die Endsumme gar nicht ausrechnen.

Hinter dem Projekt, das sich „Hoch der Isar“ nennt, steckt der Hamburger Investor Becken. Dieter Becken, Chef der Becken Holding GmbH, spricht in hohen Tönen davon: „Sowas hat es in München noch nicht gegeben, wir haben hier eine einmalige Situation.“ Für das Luxusprojekt wurde jetzt der Grundstein gelegt – Ende 2020 können bereits die ersten Käufer einziehen. Insgesamt entstehen 13 Gebäude mit genauso vielen unterschiedlichen Fassaden. Das Innendesign soll dabei von der Isar inspiriert werden – also „eine elegante Farbskala mit Sand- und Kieseltönen, getaucht in warmes Sonnenlicht“, heißt es auf der Webseite des Bauprojekts.

Im Gebäude sollen sich Sporträume, zwei Kitas, ein autofreier Quartierpark und ein Concierge-Service befinden. Wie einzigartig und exklusiv das Projekt ist, bemerkt auch Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU): „Die Menschen, die hier einziehen, werden eine Sicht haben, die sonst nur der Paulaner-Boss hatte“, zitiert ihn die Abendzeitung. Das Gelände gehört nämlich zum ehemaligen Paulaner-Areal.

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München: 30 Prozent geförderter Wohnungsbau im Luxusprojekt

Neben den Luxuswohnungen sollen aber auch 30 Prozent geförderter Wohnungsbau ensttehen – das wollen die Vorschriften der Stadt. Die Sozial-Wohnungen entstehen aber nicht im Quartier der Reichen, sondern gegenüber in der Regerstraße. Hier übernimmt die Bayerische Hausbau den Bau, sodass die Wohnungen zu einem anderen Zeitpunkt fertig werden als die teuren Luxusquartiere. *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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