Tipps bei heißen Temperaturen

Gartenarbeit im Sommer: Warum Sie Ihre Pflanzen lieber nicht am Abend gießen sollten

Sommerliche Hitzerekorde lassen Gemüse & Co. schnell an ihre Grenzen kommen. Dann ist richtiges Gießen gefragt, damit die Pflanzen keine Schäden davontragen.

Wenn das Thermometer im Sommer 30 Grad und mehr anzeigt, brauchen die Pflanzen im Garten besondere Zuwendung. Jetzt heißt es kräftig und ausreichend gießen, damit die Ernte trotz der Hitze üppig ausfällt und auch zarte Balkon-Blumen wie die Geranien keinen Schaden nehmen. Wir zeigen, wann der beste Zeitpunkt zum Gießen ist und warum Sie auch den Boden nicht außer Acht lassen sollten.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
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Garten richtig gießen: Tipps, wie Sie die Pflanzen bei Hitze ausreichend mit Wasser versorgen

  1. Früh am Morgen gießen: Die meisten Hobbygärtner greifen abends zur Gießkanne, wenn die Sonnenstrahlen nicht mehr ganz so kräftig vom Himmel brennen. Tatsächlich ist aber morgens der ideale Zeitpunkt, um seinen Garten zu gießen. Zum einen, weil dann die Erde noch relativ kühl und auch die Umgebungstemperatur noch mild ist – so verdunstet kaum Wasser. Zum anderen ist die Erde dann noch etwas feucht vom Morgentau. So nimmt der Boden Wasser besser auf und gibt sie an die Pflanzen weiter. Außerdem erleiden dann Salat, Petunien & Co. auch keinen Kälteschock, wenn das Gießwasser zu kühl sein sollte. Wer mit einer Schneckenplage im Gemüsebeet zu kämpfen hat, der sollte ebenfalls lieber morgens gießen. So kann die Erde bis zum Abend wieder trocknen, wenn die meisten Schnecken sich über die zarten Pflänzchen hermachen.
  2. Regelmäßig hacken und mulchen: Neben kräftigem Gießen trägt auch hacken und mulchen dazu bei, dass die Pflanzen im Sommer mit genügend Wasser versorgt sind. Bei einem unbearbeiteten Boden bilden sich mit der Zeit nämlich sogenannte Kapillaren – das sind Längsröhrchen, durch die das Wasser an die Oberfläche empor steigt und dort verdunstet. Gemüse und Blumen sehen dann nur einen kleinen Teil des kühlen Nass‘ – und das kann bei länger anhaltender Hitze schnell das Aus bedeuten. Durch hacken werden diese Kapillaren an der Oberfläche zerstört und das Wasser verbleibt im Boden. Zudem werden so auch unerwünschte Unkräuter beseitigt, die Ihren Pflanzen zusätzlich Wasser entziehen.
  3. Blätter beim Gießen aussparen: Die Blätter der Pflanze sollten Sie beim Gießen unbedingt aussparen, denn Feuchtigkeit fördert Pilzbefall und andere Blattkrankheiten wie den gefürchteten Mehltau. Tomaten und Zucchini sind besonders gefährdet. Bewässern Sie lieber nur den Wurzelballen und die darum liegende Erde. Dann steht einer reichhaltigen Ernte und einem prächtig blühenden Garten nichts mehr im Wege.
Bei sommerlichen Hitzerekorden ist es wichtig, die Pflanzen ausreichend zu gießen.

(as)

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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