Schnittlauch wird zahlreichen Speisen zugefügt.
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Schnittlauch wird zahlreichen Speisen zugefügt.

Übersicht

Mit diesen Tipps genießen Sie bald Schnittlauch aus dem eigenen Anbau

Neben Petersilie ist Schnittlauch eines der beliebtesten Küchenkräuter. Das Würzkraut lässt sich auch ganz einfach im Garten oder auf der Fensterbank anpflanzen.

  • Schnittlauch darf im eigenen Kräutergarten auf keinen Fall fehlen.
  • Im Gartenbeet bietet Ihnen die Pflanze viele Vorteile.
  • Schnittlauch lässt sich auch auf dem Balkon anbauen.

Schnittlauch in den Salat*, Schnittlauch aufs Butterbrot oder Schnittlauch im Rührei. Das Küchenkraut ist ein wahrer Klassiker in der Küche und eignet sich hervorragend, um Gerichte zu verfeinern oder auch als Dekoration. Leckeren Schnittlauch gibt es aber nicht nur im Supermarkt, sondern kann auch ganz einfach im eigenen Garten angebaut werden. So haben Sie immer etwas davon vorrätig.

Wann wird Schnittlauch gepflanzt?

Schnittlauch wird normalerweise zwischen Mitte März bis Mitte April* ausgesät. Das Küchenkraut darf aber auch bis Juli noch ins Beet kommen. Dabei ist es üblicher, den Schnittlauch zuerst in Aussaatschalen oder Töpfen auf der Fensterbank heranzuziehen. Eine Direktsaat ins Freiland ist nur bei unkrautfreien Böden empfehlenswert, da die Samen nur langsam keimen. Da dies aber kaum möglich ist, sollten Sie Schnittlauch im Haus vorkultivieren und nach circa vier bis acht Wochen ins Freiland auspflanzen.

Schnittlauch pflanzen: Das sollten Sie bei Standort und Erde beachten

Schnittlauch bevorzugt einen lockeren und humosen Boden, der viel Feuchtigkeit bietet. Staunässe sollte aber trotzdem vermieden werden. Nährstoffreiche und kalkhaltige Böden mag das Küchenkraut ebenfalls. Zudem fühlt es sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl.

Mit diesen Nachbarn im Beet verträgt sich Schnittlauch

Schnittlauch stellt für viele Gemüsearten einen hervorragenden Nachbarn im Beet dar. Sein Duft schlägt unter anderem die Möhrenfliege in die Flucht und reduziert bei Gurken* die Infektionsgefahr mit Schwarzem Mehltau. Auch Erdbeeren* freuen sich über die Gesellschaft von Schnittlauch: Sein Anwesenheit dämmt bei ihnen Grauschimmel ein.

Da es sich bei Schnittlauch um eine mehrjährige Kultur handelt, müssen Sie Schnittlauch nicht jedes Jahr umpflanzen. Nur sollten Sie ihn nicht in einem Beet anpflanzen, wo gerade erst Schnittlauch gestanden hat. Ansonsten verträgt sich Schnittlauch auch nicht so gut mit anderen Laucharten sowie mit Kohlgewächsen.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Schnittlauch aus Samen vorziehen

Wenn Sie Schnittlauch aus den schwarzen Samen auf der Fensterbank vorziehen wollen, verteilen Sie diese gleichmäßig in spezieller Kräutererde in den Aussaatschalen. Da es sich bei Schnittlauch um einen Dunkelkeimer handelt, sollten Sie die Samen etwa ein bis zwei Zentimeter tief setzen und mit Erde bedecken. Bei rund 16 Grad und einer regelmäßigen Bewässerung beginnen die Samen zu keimen. Nach einigen Wochen sind die jungen Pflanzen stabil genug, um nach draußen gesetzt zu werden.

Ebenfalls wichtig: Schnittlauch mag es kühl, deshalb sollten Sie die Samen vor der Aussaat ungefähr zwei Wochen im Kühlschrank lagern.

Anleitung: So säen Sie Schnittlauch im Garten

Das Küchenkraut können Sie aber auch ab Mitte März direkt ins Freiland säen. Der Boden sollte dabei mindestens fünf Grad Celsius warm sein. In einem Abstand von 20 Zentimetern können Sie die Samen büschelweise anpflanzen. Streuen Sie einfach die Samen in loses Erdreich - etwas ein bis zwei Zentimeter tief und decken Sie sie mit Erde ab. Bis zu 300 Samenkörner können Sie auf eine Fläche von einem Meter ausbringen. Danach werden sie gut angegossen.

Pflege-Tipps: Muss Schnittlauch gedüngt werden?

Schnittlauch ist in der Regel pflegeleicht und gedeiht ohne viel Zutun von alleine. Im Frühjahr und Sommer während der Wachstumsphase ist es aber nicht verwerflich, die Erde ein wenig Kompost oder Hornspäne zur Düngung anzureichern. Nur sollten Sie es damit nicht übertreiben, damit sich umliegende Unkräuter daran nicht bereichern. Diese sollten Sie regelmäßig entfernen. Zudem ist es wichtig, dass Sie den Boden - gerade bei sommerlicher Hitze - angenehm feucht halten.

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So ernten Sie Schnittlauch

Sobald die Blätter des Schnittlauch ungefähr 15 Zentimeter an Höhe erreicht haben, dürfen Sie diese wenige Zentimeter über dem Boden abschneiden. Die Blätter waschen Sie einmal gründlich ab, bevor Sie in die Mahlzeit kommen. Schnittlauch lässt sich übrigens auch kleingeschnitten in Gefrierbeuteln im Kühlfach lagern.

Warum wächst der Schnittlauch nicht?

Wenn Schnittlauch plötzlich nur noch langsam und spärlich wächst, haben Sie es vermutlich versäumt die Pflanze zu teilen. Damit Schnittlauch einen Kräfteschub bekommt und wieder starke Blätter entwickelt, muss er nämlich alle drei Jahre verkleinert werden. Dazu holen Sie die Pflanze mit Wurzelballen aus der Erde und schneiden diesen mit einem scharfen Messer in kleinere Teile. Diese pflanzen Sie wieder einzeln ins Beet oder in den Topf und gießen sie an. Danach treibt Schnittlauch wieder schön aus.

Was tun, wenn der Schnittlauch blüht?

Entgegen vieler Befürchtungen ist Schnittlauch nicht giftig, sobald er blüht. Allerdings verlieren die Halme, an deren Spitzen die lilafarbenen Blüten türmen, ihren würzigen Geschmack und werden ungenießbar. Die übrigen Halme ohne Blüte können weiterhin geerntet werden.

Aber was tun mit den blühenden Halmen? Am besten schneiden Sie die Stängel mit Blüten oder Knospen etwa zwei Zentimeter über dem Boden ab. So lange ein kleines Stück des Halmes stehen bleibt, wird die Pflanze darauf wieder austreiben und neuen Schnittlauch bieten. Die Blüten selbst können theoretisch sogar gegessen werden - am besten aber nur die Blütenblättchen, weil der Blütenstand etwas hart sein kann.

Schnittlauch ganz einfach im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon pflanzen

Sie wollen Schnittlauch lieber im Topf anpflanzen? Kein Problem. Am besten eignet sich ein Platz auf der sonnigen Fensterbank oder auf dem Balkon* - da sich Schnittlauch als Zimmerpflanze nicht eignet, ist ein Standort draußen zu bevorzugen. Nun haben Sie die Wahl: Entweder Sie säen den Schnittlauch selbst im Frühjahr im Topf aus oder Sie kaufen sich eine kleine Pflanze. Bei ersterer Variante wählen Sie entweder Kräutererde oder eine lockere Universalerde. Ungefähr 14 Tage nach der Aussaat sind die ersten Keimlinge zu sehen.

Wenn Sie eine Pflanze im Topf kaufen oder geschenkt bekommen, sollten Sie diesen in ein größeres Pflanzgefäß mit Abzugslöchern umtopfen. Dort bekommt Schnittlauch mehr Luft und sie vermeiden Staunässe. Ältere Pflanzen topfen Sie einmal im Jahr um.

Anschließend halten Sie den Schnittlauch im Topf stets befeuchtet und geben einmal im Monat einen Kräuterdünger hinzu. Schon können Sie sich lange Zeit an dem Küchenkraut erfreuen.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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