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Wespenplage 2022: Das Töten der Tiere ist trotzdem verboten

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Von: Ines Alms

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Dieses Jahr ist es besonders schlimm mit den Wespen, der heiße Sommer vergrößert ihre Population. Wer die Tiere tötet, macht sich jedoch strafbar.

Zumindest gefühlt ist die Wespenplage in diesem Jahr schon bei uns angekommen. Im Juli und August sind Wespen besonders aktiv und auf der Suche nach Nahrung treten schnell Konflikte mit der menschlichen Kuchentafel auf. Doch so lästig die Wespen auch sind, töten darf man sie nicht.

Wespenplage 2022: Töten der Tiere ist trotzdem verboten

Zahlreiche Wespen sitzen auf einem Glasrand mit einem süßen roten Getränk
Vor allem in heißen Sommern nehmen die Wespen am Gartentisch Überhand. © Panthermedia/Imago

Gibt es im Jahr 2022 tatsächlich mehr Wespen als sonst? Jessica Tokarek, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes Würzburg, bestätigt das teilweise: „Tatsächlich kann es bei uns in diesem Sommer zur Wespenplage kommen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind die Wespen bereits zwei Wochen früher sehr aktiv“.

Dies liegt an einem milden Winter und einem bisher heißen und trockenen Sommer. Die Wespen konnten sich prächtig vermehren und treten jetzt in Konkurrenzkampf um Nahrung. Vor allem, wenn den Tieren weniger natürliche Beute in die Fänge gerät, kommen sie auch dem Menschen näher, denn „sie lieben Fleisch, vor allem Schinken, und Süßes“, so Tokarek.

Wer in solchen Situationen zur Fliegenklatsche greift, um den Wespen den Garaus zu machen, macht sich jedoch strafbar. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz darf man die Tiere ohne vernünftigen Grund – zum Beispiel, wenn man Allergiker ist – weder verletzen noch töten. Im deutschen Bußgeldkatalog drohen demnach Strafen bis zu 65.000 Euro. Auch die Entfernung von Wespennestern ist nicht einfach erlaubt, hier muss eine Fachperson zurate gezogen werden.

Wespen stehen unter Naturschutz, ebenso wie Bienen oder Hornissen. Und das ist auch gut so, da sie für uns zwar Lästlinge, in unserem Garten jedoch Nützlinge sind. Sie sind eine natürliche Hygienepolizei, denn sie fressen die Larven von Käfern, Fliegen und Aas – ohne Wespen hätten wir auch viel mehr Mücken. Außerdem bestäuben sie ebenso wie Bienen Obst- und Gemüseblüten.

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Um die Wespen loszuwerden, sollte man laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) daher mit einer Ablenkfütterung versuchen, indem man mehrere Meter vom geselligen Gartentisch entfernt überreife Weintrauben anbietet. Wegpusten sollte man Wespen jedoch nicht, da das die Tiere aggressiv macht. Natürlich kann man es auch mit anderen einfachen Hausmitteln versuchen, auch eine Kaffeepulver-Räucherbox soll Wespen natürlich abwehren. Oder man schmückt den Garten mit Pflanzen, die die Wespen vertreiben.

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