Alles Gute für die Gelenke

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Goldimplantation beseitigt Arthroseschmerzen

Eine E-Mail am PC schreiben, auf der Treppe in den dritten Stock flitzen oder vor dem Supermarkt aus dem Auto springen – mit gesunden Gelenken gelingt das spielend. „Leider belasten immer häufiger quälende Schmerzen in den Gelenken die Menschen“, weiß Dr. Melanie Endrizzi. Ursache ist in vielen Fällen die Abnutzung des Knorpels, der die knöchernen Gelenkflächen vor dem Aufeinanderreiben schützt. „Viele spüren den Schmerz, wenn sie sich nach längerem Sitzen oder Stehen wieder in Bewegung setzen“, sagt die Ärztin. „Dann haben sie Anlaufschwierigkeiten, weil ein Gelenk, zum Beispiel Knie oder Hüfte, protestiert.“ Erst nach einigen Schritten läuft man wieder „rund“.

Um die Schmerzen zu lindern, gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können. „Bei den ersten Anzeichen von Schmerzen und/oder Schwellungen sind krankengymnastische Übungsbehandlungen, eine Ernährungsumstellung, orthopädisch-technische Maßnahmen oder eine medikamentöse Schmerztherapie ratsam. Bei fortschreitenden Beschwerden ist vielfach die operative Behandlung des betroffenen Gelenkes, sprich ein Gelenkersatz, die einzig sinnvolle Möglichkeit zur Schmerzlinderung. Da die Lebensdauer der Prothesen begrenzt und ein Austausch mit Komplikationen verbunden sein kann, sollte der Gelenkersatz jedoch möglichst lange hinausgezögert werden.

„Die Goldimplantation ist ein alternatives Verfahren zur Behandlung schmerzender Gelenke“, erklärt Dr. Melanie Endrizzi. „Hierbei wird 24karätiges Feingold gelenknah implantiert.“ Die Methode wurde 1996 unter anderem vom dänischen Arzt Dr. Hans Kjerkegaard aus der Tiermedizin entliehen und von ihm erstmals am Menschen angewandt. „Bisher hat er rund 8.000 Eingriffe vorgenommen“, so die Medizinerin, die ihre Fach-Fortbildung für die Goldtherapie bei dem dänischen Spezialisten gemacht hat. Nach einer Studie von 2008 verhindert Gold, dass aus den Immunzellen ein Protein austritt, welches die Entzündungsreaktion mit auslöst. Die Goldimplantation wird in der Praxis angewendet. Das Verfahren funktioniert recht einfach. Das Risiko einer Vollnarkose – für ältere Menschen besonders wichtig – bleibt den Patienten erspart. „Nach einer lokalen Betäubung werden ca. 1-2 mm lange Segmente von 24-karätigem Golddraht durch eine Hohlnadel rund um das Gelenk eingebracht. Die Stücke liegen außen an der Gelenkkapsel, nicht im Gelenk. Die Anzahl schwankt je nach Gelenk zwischen zwei und 60 Stück“, informiert die Expertin. Nach dem Eingriff werden die Punktionsstellen mit Pflasterstreifen versorgt. Anschließend kann sich der Patient normal bewegen und das Knie, die Hüfte oder den Finger belasten. „Lediglich das Autofahren nach dem Eingriff sollte man unterlassen, da Schwindelgefühle auftreten können“, sagt Dr. Melanie Endrizzi. Außerdem können nach Rückgang der lokalen Betäubung vorübergehend Schmerzen im Punktionsbereich auftreten. Auch Blutergüsse sind möglich.

Angewendet wird die Goldtherapie bei degenerativen, traumatischen oder entzündlichen Gelenkveränderungen, die mit Schmerzen an Knie, Hüfte, Fingern oder am Rücken einhergehen. „Der Haupteffekt ist die Beseitigung des Schmerzes, oft gefolgt von einer Zunahme der Beweglichkeit, denn die Knorpelabnutzung am Gelenk ist naturgemäß nicht rückgängig zu machen.“

Die Goldimplantation ist eine individuelle Leistung und richtet sich nach Umfang und Dauer der Behandlung, die zwischen 60 und 120 Minuten liegt. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Behandlungskosten nicht. Private Kassen beteiligen sich in Einzelfällen anteilig.

Dr. Melanie Endrizzi.

Clínica Monte Blanco, Edificio Costamueble, Carretera de Mijas, Km. 4,6, 29650 Mijas.

Telefon 0049 203 98430022, www.goldtherapie.com

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